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Unterrichtsprojekte im Waldhaus Freiburg

Seit 2008 vernetzt das Informations- und Bildungszentrum Waldhaus Freiburg alle, die beruflich oder in ihrer Freizeit mit den Themen ‚Holz’ und ‚Ökosystem Wald’ in Kontakt kommen. Besonders konzentriert sich die Stiftung auf Bildungsprojekte für Kinder, die bisher auf halb- oder ganztägige Veranstaltungen beschränkt waren. Unter dem Motto ‚SchulverWaldung’ weitete das Waldhaus sein erlebnispädagogisches Konzept aus. Ziel war und ist nach erfolgreichem Projektabschluss weiterhin, für Jugendlichen der Klassen 7 und 8 ganze Unterrichtsblöcke vom Klassenzimmer in den Wald zu verlegen um den Schülern Zusammenhänge aus Biologie und Physik aber auch Politik und Wirtschaft zu vermitteln. Das Projekt erarbeitete hierfür ein umfassendes Konzept.

Die ‚Zukunftswerkstatt Wald und Nachhaltigkeit’ wendete sich gezielt an die Mittelstufe, denn gerade in diesem Alter bedarf es hohen Aufwandes, um Jugendliche für den Schulalltag und theoretisches Wissen zu motivieren. Deshalb setzte das Waldhaus auf ‚Entschulung’. Nicht im Klassenzimmer über Büchern, sondern im Wald erfuhren die Jugendlichen in Aktionen und Projekten, wie flexibel der Rohstoff Holz ist. So verinnerlichten sie den Zusammenhang zwischen Klimaschutz und eigenem Handeln.

Das Bildungskonzept ist für alle Schularten angelegt und leitet Jugendliche dazu an, kritisch und selbstständig zu denken und nachhaltig zu handeln.

Die Erprobung und Umsetzung temporärer Entschulungsmaßnahmen im Rahmen des Projektes Schulverwaldung verlief äußerst erfolgreich. Die im Förderantrag anvisierte Verstetigung des Projektes ist durch Mittel aus dem deutschen Nachhaltigkeitspreis für weitere drei Jahre gesichert. Die Stiftung Waldhaus ist bestrebt, eine Dauerfinanzierung zu generieren, damit dieses erfolgreiche Projekt unbefristet angeboten werden kann.

Mehr Informationen finden Sie auf der Homepage des Waldhauses.

Projektdaten

Projektnummer 2010-15
Projektart Umweltkommunikation
Projektträger Waldhaus Freiburg
Laufzeit Mai 2010 bis Dezember 2013
Zuschuss 129.833

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Regionale Bau- und Sanierungsinitiative in der Ortenau
Offenburg

Effizientere Sanierungen in der Ortenau

In der Ortenau stehen etwa 95.000 Wohngebäude, die Hälfte davon erbaut vor der ersten Wärmeschutzverordnung 1978. Weil Gebäude etwa ein Drittel der Energie in Deutschland verbrauchen, lohnt es sich finanziell und fürs Klima diese energetisch zu sanieren. Dabei stehen viele Hausbesitzer jedoch vor großen finanziellen und organisatorischen Herausforderungen. Sie haben weder die Zeit noch das Fachwissen, um den ständig wachsenden Markt an Technologien, Anbietern und Förderprogrammen zu überblicken. Um Hausbesitzer besser zu informieren und Anbieter zu vernetzen, gründete die Ortenauer Energieagentur eine regionale Bau- und Sanierungsinitiative. Als Ansprechstelle informiert die Initiative die Bauherren über mögliche Szenarien und Technologien und vernetzt Handwerker, Architekten und Energieberater. Weiterhin erarbeitete die Initiative Qualitätsstandards, um das Angebot in Aus- und Weiterbildung, Technologie, Handwerk und Planung zu vereinheitlichen und zu optimieren. Fortbildungen und Öffentlichkeitsarbeit gehören ebenfalls zu ihren Aufgaben. Die Planungsphase und die Konzepterstellung waren dabei Inhalt des Innovationsfonds-Projektes. Von der Initiative profitieren letztlich alle: Die Hausbesitzer durch verbesserte Standards und niedrigere Kosten und Energieverbräuche, Handwerker und Architekten durch mehr Aufträge und Planungssicherheit und die gesamte Branche durch höhere Qualitätsstandards. Die Initiative schaffte so Anreize, mehr Häuser effizient und kostengünstig zu sanieren und damit noch mehr Energie und Emissionen einzusparen.

Die Erdkinder von ANGELL auf dem Bauernhof
Freiburg

Ein Jahr auf dem Bauernhof

Landwirtschaft gehört kaum noch zur unmittelbaren Erfahrungswelt der meisten Kinder. Was für Dorfkinder selbstverständlich ist, lernen ihre Altersgenossen aus der Stadt höchstens noch aus Büchern. Das Wissen darum, wo Schnitzel, Brot und Gemüse herkommen, ist jedoch grundlegend um Wirtschaft oder Klima zu verstehen. 7.-Klässler der Angell-Schulen lernten deshalb den landwirtschaftlichen Jahreslauf auf dem Freiburger Kunzenhof kennen. Das beginnt schon im Unterricht, wo Biologie, Erdkunde oder Physik behandeln, wie man Nahrung, Energie oder Fasern für Kleidung herstellt. In Gruppen von je zehn Schülern erlebten die Kindern dann in sieben übers Jahr verteilten Terminen die Arbeit auf dem Hof. Im Herbst beispielsweise stand die Produktion von Apfelsaft auf dem Programm, im Frühling lernten die Kinder Holz als nachwachsenden Rohstoff kennen und im Mai halfen sie mit Heu zu ernten und die Wiesen zu pflegen. Exkursionen zu anderen Höfen, Molkereien, Wind- oder Wasserkraftwerken und Spinnereien erweiterten ebenfalls das Wissen der Schüler. Damit sich der Austausch mit dem Hof nach einigen Jahren selbst tragen kann, entwickelte die Schule außerdem Finanzierungskonzepte. So können die Schüler ihre Produkte beispielsweise vermarkten oder auf Schulfesten für das Catering sorgen. Das Projekt erzog die Kinder zu mündigen Konsumenten, die bewusst und respektvoll mit landwirtschaftlichen Produkten umgehen. Als Teil eines europaweiten Netzwerks von 20.000 Montessorischulen präsentierten die Angell-Schulen ihr Konzept auf Workshops und sind so Vorbild für andere Bildungseinrichtungen.