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Upcycling Macherthon für Schulen

Upcycling mit Jugendbildung kombiniert, das war die Idee hinter dem Upcycling Macherthon des Freiburger Vereins Grünhof e. V für kreatives und nachhaltiges Unternehmertum. Im Mai 2017 fanden Workshops mit vier Freiburger Schulklassen der Stufen 10-12 statt, bei denen die Schüler unter Anleitung von professionellen Coaches aus gebrauchten und Recyclingmaterialien neue Produkte entwickelten. Für die Umsetzung standen ihnen im FREILab Freiburg eine Design-, Textil-, Holz- und Elektrowerkstatt zur Verfügung, einschließlich moderner Technologien wie 3D-Drucker oder Laser Cutter. Der Macherthon ermöglicht es den Schülern, ihre Ideen Schritt für Schritt umzusetzen und am Ende des Tages das Ergebnis ihrer Arbeit in der Hand zu halten. Die Verwandlung von Abfallprodukten wie Kaffeekapseln, Plastikflaschen oder Altkleider in neue Produkte – Lichterketten, Patchworkdecken oder Blumenkästen – sensibilisiert die Teilnehmer für die Probleme unserer Wegwerfgesellschaft und für einen nachhaltigeren Lebensstil.

Aus der Evaluation der Pilotveranstaltungen hat Grünhof e. V. einen Leitfaden erstellt, mit dem Interessierte das Konzept an ihre Einrichtungen bringen können.

Drei Haupterkenntnisse:

  • Die Möglichkeit, ein eigenes Produkt zu entwickeln, etwas zu „erfinden“ und diese Erfindung Realität werden lassen motiviert die Schüler*innen unwahrscheinlich und lässt sie mit großer Energie und Ausdauer arbeiten.
  • Für die jüngere Generation ist der Umgang mit 3D Druckern, Lasercuttern und anderen modernen Fabrikationswerkzeugen selbstverständlich, der Übergang zwischen off- und online fließend.
  • Als Einzelveranstaltung ist der Macherthon sehr ressourcenintensiv. Mit dem im Projekt erarbeiteten Manual und Marketingmaterial gelingt die Integration in Schulen und bereits bestehende Werkstätten.

Projektdaten

Projektnummer 2016-12
Projektart Umweltkommunikation
Projektträger Grünhof GmbH
Laufzeit Januar 2016 bis Dezember 2016
Zuschuss 12.855

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Blühende Industriegebiete
Freiburg

Grüne Industrieflächen für Freiburg Nord

Industriegebiete sind meist grau und monoton, dominiert von Zweckbauten und Straßen mit wenig grünen und vielen versiegelten Flächen. Das muss nicht so sein, wie ein Projekt der Innovation Academy e.V im Freiburger Industriegebiet Nord zeigt. Dort wandeln Auszubildende und Mitarbeiter der anliegenden Unternehmen ungenutzte Industrieflächen, wie sie z. B. zwischen Industriehallen und Werksgebäuden zu finden sind, in Biotope und Gärten um, oder begrünen Fassaden und Dachflächen der Gebäude. Damit leisten sie einen Beitrag für ein besseres Mikroklima, geben Insekten und Vögeln neuen Lebensraum und verschönern das Stadtbild. Gleichzeitig bieten die neuen Grünflächen Rückzugsmöglichkeiten für eine Mittagspause jenseits des Schreibtisches. Am Anfang des dreijährigen Projektes stand eine Potentialstudie, die das Interesse der ansässigen Firmen ermittelte und erste Kontakte aufbaute. Für interessierte Mitarbeiter und Azubis bot die Innovation Academy e.V. dann Workshops an, in dem die Beteiligten ein Begrünungskonzept für das jeweilige Unternehmen entwickelten und Einführungen in Natur- und Artenschutz, Garten- und Landschaftspflege erhielten. Anschließend setzten die Mitarbeiter und Azubis die Pläne schrittweise um und präsentierten schließlich ihre Arbeit in einer Ausstellung, in der das beste Projekt prämiert wurde. Das Projekt begrünte nicht nur Industrieflächen und erhöhte damit Artenvielfalt und Lebensqualität, sondern brachte die Themen Nachhaltigkeit, Natur- und Artenschutz auch in die berufliche Bildung. Hier geht´s zum Webauftritt des Projektes blühende Industriegebiete Darstellung drei wesentlicher Erkenntnisse aus dem BIG-Projekt: Azubildende sind an Wohlfühlinseln auf dem Betriebsgelände interessiert. Bei der Planung ist der Input bezüglich der Nahrungskette wichtig: Blütenpflanzen bieten Nektar und Pollen für Insekten, Vögel benötigen Früchte und Insekten als Nahrung. Mit wenig Geld kann viel erreicht werden durch Umwandlung von Rasen in eine Blühwiese, aufhängen von Nistkästen und Pflanzung von Vogelschutzgehölzen. Für Unternehmen, die ein Umwelt-Managementsystem installiert haben, war BIG sehr willkommen. Mit den Kartierungen zu den unterschiedlichen Tiergruppen und der Potenzialanalyse bzw. dem Masterplan zur biologischen Vielfalt erhalten die Betriebe eine Vielzahl von Infos und Maßnahmen, die sie kurz-, mittel-, oder langfristig umsetzen können. Parkplätze nehmen im IG Nord ca. 19% der Gesamtfläche von 300ha ein und sorgen für die „Hot Spot“-Eigenschaft des IG. Es sind 57ha, die als Erweiterungsfläche für Gewerbe und Industrie, als öffentliche Grünfläche und als Regenwasserspeicher dienen könnte. Voraussetzung wäre ein gut funktionierendes ÖPNV- und Radwegenetz und real bepreiste Parkplätze in begrünten Hochgaragen.

Modulares aktives Energiecontrolling
Stetten

Alle Energieverbräuche unter Kontrolle

Herkömmliche Messungen von Gas-, Strom-, oder Wasserverbrauch für große Gebäudekomplexe sind meist zeitaufwändig, ineffizient und durch menschliche Messfehler oft auch nicht exakt genug. Mögliche Fehlerquellen und Einsparpotentiale werden häufig erst bei der Auswertung am Jahresende erkannt. Die Diakonie Stetten entwickelte zusammen mit ALV Prozess- u. Anlagentechnik ein innovatives, internetbasiertes Energiecontrolling- und -managementsystem für ihre knapp 40 Gebäude, das die Bedürfnisse nach einer ständigen, zeitnahen und zentralen Kontrolle voll erfüllt. Die Besonderheit des Systems ist, dass es über eine speziell entwickelte Software alle Messdaten an einen Server überträgt und via Internet verschiedenen Benutzerkreisen zugänglich ist. Es erlaubt Kontrolle rund um die Uhr und alarmiert bei Störungen oder Auffälligkeiten per Email oder SMS beispielsweise den zuständigen Hausmeister. Außerdem können die Nutzer den Energie- oder Wasserverbrauch nach Tages- oder Jahreszeit auswerten, so Prognosen erstellen und damit die Gebäude effizienter verwalten. Durch den einfachen Aufbau, die intuitive Nutzeroberfläche und die übersichtliche visuelle ist das System auch für Laien zugänglich und passt sich vollkommen an die örtlichen Gegebenheiten an. Mit ihrem modularem Energiecoaching ist die Diakonie Stetten Beispiel dafür, wie moderne EDV-Technik auch bei großen Gebäudekomplexen Energie sparen können.

200 Familien aktiv fürs Klima
Freiburg

200 Freiburger Familien aktiv fürs Klima

Ein klimafreundlicher Lebensstil scheitert in Deutschland heute selten noch an politischen Anreizen oder technischen Möglichkeiten. Vielmehr fehlt es oft am Wissen darum, wie sich das eigene Verhalten auswirkt oder welche Routinen und Produkte man einfach durch andere, umweltverträglichere ersetzen kann. Viele Menschen verbinden Umweltschutz noch immer damit, sich bei Konsum oder Mobilität einschränken zu müssen. Um diesem Image entgegenzuwirken motivierte die Stadt Freiburg 200 Familien zu einem umweltfreundlicheren Leben und knüpfte dabei an das Projekt ' Familles actives pour le climat' ihrer Partnerstadt Besançon an. Anstatt auf Verzicht setzte das Projekt darauf, den Familien zu zeigen, dass Umweltschutz und bessere Lebensqualität Hand in Hand gehen. Die Familien setzten sich ihre Ziele dabei selbst und motivierten sich so gegenseitig ihre Möglichkeiten auszuloten. Das Umweltschutzamt warb dafür 200 Haushalte an und begrüßte sie auf einer Auftaktveranstaltung im Mai 2011, bei der auch Vertreter aus Besançon anwesend waren. Dort erhielten die Familien ein Projekttagebuch mit Energiespartipps, in dem sie ihre Erfahrungen festhalten konnten. Eine individuelle Energieberatung im Haushalt half ihnen, ihr Klimaschutzpotential einzuschätzen. Weitere Veranstaltungen begleiteten die Familien durchs Jahr und demonstrierten, wie ein umweltfreundlicher Alltag aussehen kann. Dabei ging es um Themen wie saisonaler und regionaler Konsum, den Kauf von Gebrauchsgegenständen oder die tägliche Mobilität und Reisen. Bei anderen Aktionen konnten die Teilnehmer sich austauschen, wobei auch der Dialog mit den französischen Familien vorgesehen war. Das Projekt war eingebunden in andere Freiburger Umweltschutzaktionen wie die Veranstaltungsreihe Nachhaltigkeit als Lebenskunst oder die Freiburger CO2 Diät. Darüber hinaus dienten die Familien als Pilothaushalte, die andere dazu anregen sollen, ihr Verhalten zu überdenken. Mehr Informationen im Abschlussbericht (PDF, 304KB) .