Zurück zur Übersicht

Vertriebsschulung erneuerbare Energien stärkt Handwerkerkompetenzen

Mit ihrem Fachwissen beraten Handwerker Kunden vor Ort dabei, wie man Altbauten effizient saniert oder welche umweltfreundlichen Heiz- oder Kühltechniken in Frage kommen. Während die Gewerbeschulen gut für den technischen und handwerklichen Teil der Berufe ausbilden, stehen Komponenten wie erfolgreiche Verkaufs- und Beratungsstrategien meist noch nicht auf den Lehrplänen.

Das war Anlass für die Freibuger Agentur Solar Consulting, einen Weiterbildungszyklus zu organisieren, um den Branchenvertretern aufzuzeigen, wie sie ihre Produkte besser vermarkten können. Bis 2006 fanden verschiedene Seminare statt, die den Teilnehmern beispielsweise vermittelten, wie man erfolgreiche Verkaufsgespräche führt, effektiv für sich wirbt oder einen Marketingplan erstellt. Die Branche kann so den ständig wachsenden Markt im Bereich erneuerbare Energien effizienter erschließen.

Auf diese Weise fortgebildet können Handwerker ihre Mittlerrolle zwischen Kunde und Produktion noch besser wahrnehmen und so dazu beitragen, regenerative Technologien besser zu verbreiten.

Projektdaten

Projektnummer 2004-21
Projektart Umweltkommunikation
Projektträger Solar Consulting, Freiburg
Laufzeit Mai 2004 bis April 2006
Zuschuss 39.948

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Brot und Energie in der Umkircher Mühle
Umkirch

Brot und Energie in der Mühle Umkirch

Nach fast 10-jähriger Renovierungsarbeit öffnete 2009 die historische Umkircher Mühle wieder für die Öffentlichkeit. Seither führt ein ehrenamtlicher Förderverein Führungen und Veranstaltungen durch, die den Weg vom Korn über das Mehl zum fertigen Brot zeigen. Für einige Jahre lief das Wasserrad nur noch zu Demonstrationszwecken. Die Energie für Mahlen und Backen bezog die Mühle stattdessen aus dem öffentlichen Stromnetz. Mit Hilfe des Innovationsfonds baute der Förderverein ein modernes System bestehend aus Mühlrad, Generator und intelligentem Stromspeicher. Ein neues Getriebe übersetzt die niedrige Drehzahl des Wasserrades auf die erforderliche Drehzahl des Generators. Der Stromspeicher ermöglicht es, den Strombedarf der Mühle unabhängig vom Wasserangebot und Lauf des Mühlrads zu decken. Aus der Integration von moderner Speichertechnologie und historischer Anlage ergaben sich besondere Herausforderungen. So stellte sich beispielsweise heraus, dass das 2009 eigentlich nur für Demonstrationszwecke neu eingesetzte Mühlrad für die Energieerzeugung nicht optimal dimensioniert war, was durch eine verbesserte Übersetzung korrigiert werden konnte. Zusätzlich erweitert der Förderverein sein Bildungsangebot. Besonders Schulklassen und Kindergartengruppen sind die Zielgruppe dieser Veranstaltungen, die das Bewusstsein um den Zusammenhang zwischen Nahrungsmittelproduktion und Energieverbrauch fördern. Die Kinder lernen durch Präsentationen und am praktischen Beispiel Wasser als umweltfreundliche Energiequelle kennen, besichtigen den Mahlvorgang und backen anschließend mit dem frisch gemahlenen Mehl im mühleneigenen Ofen frische Brötchen und Mühlenmäuse. Mit dem Einsatz moderner Technologien im historischen Gebäude ist die Umkircher Mühle attraktiver Lernort zum Thema erneuerbare Energien und Nahrungsmittel. Drei wesentliche Erkenntnisse: •Es besteht großes Interesse am Themenkomplex Nahrung und Energie. •Die ingenieurstechnischen Integration von moderner Speichertechnologie und historischer Anlage stellt besondere Herausforderungen und zeigt die Möglichkeiten von alten Kleinkraftwerken. •Bei der Wahl des Akkus ist auf ein Modell zu achten, dass Energieerzeugung und Speicherbedarf angepasst ist.