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Wassergebundene Stoffströme in einem Flussgebiet

Industrie, Landwirtschaft und Haushalte beeinflussen, wie viel wasserlösliche Stoffe in die Wasserkreisläufe gelangen und wie sie sich dort verhalten. Das genaue Verhalten dieser Stoffströme aber ist noch weitgehend unerforscht. Aus diesem Grund nahm sich der Verein Regiowasser vor zusammen mit dem Fraunhofer Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung (ISI) die Stoffströme einer Beispielregion zu untersuchen. Eine solche Analyse wäre die Basis, um Nährstoffkreisläufe und die Wasserinfrastruktur zu erforschen und nachhaltig zu gestalten. Wegen der fehlenden Kofinanzierung konnten Regiowasser und ISI die Studie jedoch nicht durchführen.

Projektdaten

Projektnummer 2001-02
Projektart Forschung und Studien
Projektträger Regiowasser e. V.
Laufzeit zurückgezogen
Zuschuss -

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Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Aeromagnetische Vermessung von Erdmagnetfeldern
Neuried

Geothermisches Potential vom Flugzeug erkundet

Aeromagnetische Verfahren sind bereits Standard bei Voruntersuchungen für Öl, Gas oder Erz. Dabei überfliegen Wissenschaftler das Untersuchungsgebiet mit einem Spezialflugzeug und zeichnen die magnetischen Signale des Untergrundes auf. Da verschiedene Gesteinssorten unterschiedlich magnetisch sind, können sie so auf das seismische Profil schließen. Während herkömmliche seismische Untersuchungen steilstehende geologische Körper wie Salzstöcke oder vulkanisches Gestein nur schlecht abbilden, erkennt die aeromagnetische Methode sie aufgrund ihrer magnetischen Eigenschaften. So verringert sich das Bohrrisiko. Bei der Geothermie kam das aeromagnetische Verfahren bisher kaum zum Einsatz. Dort untersucht man bisher meistens vom Boden aus, was besonders in unzugänglichem Gelände umständlich und teuer ist. Die aeromagnetische Methode hingegen ist schnell und kostengünstig, eignet sich auch für schwieriges Terrain und hinterlässt keine Flurschäden. Die Gemeinde Neuried testet das Verfahren deshalb, unterstützt von Geologieexperten des Freiburger Regierungspräsidiums. Neuried ist dafür besonders geeignet, denn dort untersuchte man den Untergrund in den letzten Jahren schon mit herkömmlichen seismischen Methoden. So können die Wissenschaftler beide Verfahren vergleichen und feststellen, inwiefern sich das aeromagnetische Verfahren für die Geothermie eignet. Dafür überfliegt ein Leichtflugzeug das 150 Quadratkilometer große Untersuchungsgebiet in einer Höhe von 150 m und überzieht es mit 600 Messlinien im Abstand von jeweils 250 m. 100 Querlinien ergänzen das Profil. Anschließend werten die Forscher die Ergebnisse aus, vergleichen sie mit den bereits vorhandenen Daten und schließen daraus auf das geothermische Potential. Erweist sich das aeromagnetische Verfahren als aussagekräftig, würde die geothermische Vorerkundung in Zukunft einfacher und kostengünstiger.

Innovatives Mobilitätskonzept der Stadt Achern
Achern

Innovatives Mobilitätskonzept für Achern

Mit ihren 25.000 Einwohnern ist die Kreisstadt Achern ein wichtiges Einkaufszentrum für die umliegenden Schwarzwaldgemeinden und bis ins nahliegende Elsass. Acherns einzelne Ortsteile und die ländliche Umgebung jedoch sind nur schlecht an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Manche Ortsteile und anliegende Gemeinden fahren die Busse an Ferientagen gar nicht oder nur vereinzelt an. Das macht es für Menschen ohne eigenen PKW schwer, für Einkäufe oder Arzttermine ins Stadtzentrum zu kommen und erhöht die Anzahl individueller Fahrten von Autobesitzern. Deshalb erstellte die Stadt ein Mobilitätskonzept, das den Istzustand aufnimmt und anschließend ein abgestimmtes Maßnahmenpaket vorschlägt. Dazu analysierten die Planer die aktuellen Nahverkehrsangebote, die Verkehrsströme und die Nachfrage nach verbesserten und ausgeweiteten Buslinien. Wichtig warb den Acherner Planern die optimierte Verknüpfung von Individual- und öffentlichem Nahverkehr, beispielsweise durch Ruftaxis, Ladestellen für Elektroautos und E-Bikes an den Haltestellen oder flexibel buchbare Fahrzeuge. Möglich war für bestimmte Linien auch ein ehrenamtlicher Bürgerbus, wie er beispielsweise durch ein Innovationsfondsprojekt in Breisach bereits verwirklicht ist. Das Mobilitätskonzept hilft, den individuellen Autoverkehr zu vermindern und erhöht die Attraktivität der ländlichen Vororte und Bezirke. Während für größere Städte schon Mobilitätskonzepte vorliegen, ist Achern bundesweit die erste kleinere Mittelstadt, die ihren Verkehr bewusst nach nachhaltigen und bürgerfreundlichen Kriterien neu organisiert. Im Anschluss an das Projekt können so auch andere Mittelstädte von den Acherner Erfahrungen profitieren. Darstellung dreier wesentlicher Erkenntnisse aus dem Projekt Mit dem RufAuto Achern konnte ein System umgesetzt werden, das der Bevölkerung in den Ortsteilen ein lückenloses, stündliches ÖPNV-Angebot schafft. Einkäufe, Erledigungen, Arztbesuche und Freizeitwege können so flexibel den ganzen Tag über durchgeführt werden. Das gilt auch für Freizeitwege von Jugendlichen, die mit ihren TGO-Zeitkarten das RufAuto verbilligt nutzen und damit Taxi Mama entlasten können. Die Kosten des Systems liegen deutlich unter denjenigen eines starren Stadtbussystems. Auch die Umweltbelastungen liegen bei der erwarteten Nachfrage deutlich niedriger als bei einem Linienbus, der erst ab einer Nachfrage von etwa sieben Fahrgästen pro Fahrt seine ökologischen Vorteile ausspielen kann. Das RufAuto-System ist sogar dazu geeignet, den vorhandenen Bussen zusätzliche Nachfrage zuzuführen, da in Kombination der Systeme neue Wegeketten für die Fahrgäste möglich sind. Die Erfahrungen der ersten Betriebsmonate bestätigen den Bedarf für ein solches System, das zwischen Dezember und März ca. 330 Personen genutzt wurde. Die Nachfrage konzentriert sich dabei weder auf die bestimmten Linien, noch auf bestimmte Tageszeiten oder bestimmte Wochentage. Die Nachfrage ist zwar nicht konstant, ist aber nahezu immer und überall vorhanden.

Bau einer Klimaneutralen Feuerwache mit integriertem Betriebshof und Aufbau eines Qualitätsmanagements
Weil am Rhein

Klimaneutrale Feuerwache

Innovative, klimafreundliche Gebäude sind in der Praxis oft weniger energieeffizient als geplant. Das liegt einerseits häufig am Nutzerverhalten, zum anderen sind für solche Pilotprojekte wegen fehlender Vergleichsdaten Prognosen meist nur schwer möglich. Beim Neubau ihrer Feuerwache hat die Stadt Weil diese Problematik erkannt und ergänzte ihr Konzept eines klimaneutralen Gebäudes mit einem Qualitätsmanagement. Damit die Neuerungen optimal griffen, überwachten und analysierten Experten das Verbrauchsverhalten, deckten Fehler auf oder schulten und berieten die Nutzer. Der Neubau ersetzt fünf Altbauten mit schlechter Energiebilanz und integriert gleichzeitig den städtischen Betriebshof. Eine Grundwasserwärmepumpe, eine thermische sowie eine photovoltaische Solaranlage decken den Energiebedarf, der 30 Prozent unter den aktuellen Standards liegt. Obwohl der Strombedarf durch Maschinen und Geräte groß ist, deckt die Fotovoltaikanlage die Hälfte davon. Weiterhin sparen die Weiler Energie, in dem sie auf ein zentrales Warmwassernetz verzichten und das Wasser dezentral erwärmen. Das verhindert nicht nur, dass Wärme im Netz verloren geht, sondern ist außerdem besonders hygienisch. Die Toiletten nutzen Grauwasser, außerdem sammelt ein Zisternensystem Regen. Die klimaneutrale Feuerwache, die pro Jahr 95 Tonnen CO2 einspart, demonstriert, wie ein wohlüberlegtes Qualitätsmanagement über die Bauphase hinaus klimafreundliche Techniken noch optimiert.