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Young Talents Day mit internationalen Umweltpreisträgern

Zum Internationalen Umweltkonvent, der „International Convention of Environmental Laureates“, kommen jedes Frühjahr die Preisträger weltweit bedeutender Umweltpreise nach Freiburg. Junge Menschen haben am „Young Talents Day“ die einmalige Gelegenheit, mit den Umweltexperten aus über 40 Nationen über nachhaltige Entwicklung zu diskutieren.

Zum fünfjährigen Jubiläum des Umweltkonvents in 2016 konzipierte die Europäische Umweltstiftung, die den Event in Kooperation mit der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe – FWTM veranstaltet, den Young Talents Day neu: Die Diskussionstische, sogenannte „Round Tables“, wurden erstmals unterteilt in „Expert Tables“ und „Open Tables“. An den Expert Tables wurden die Anfang 2016 von der UN ausgegebenen „Sustainable Development Goals“ diskutiert; die Open Tables boten Raum für spontane und offene Gespräche. Bei „Market & Music“ präsentierten sich lokale Umweltinitiativen und luden zum Mitmachen ein.

Schüler und Studierende können sich über die Schulen beziehungsweise die Universität zum Young Talents Day anmelden und nehmen vorab an mehreren Vorbereitungstreffen teil. Die Erkenntnisse aus der Neukonzeption des Young Talents Days 2016 sind Impulsgeber für die Konzeption des Young Talents Days 2017 gewesen und werden dies auch für die zukünftigen Events sein.

Der Young Talents Day ist für junge Menschen aus Freiburg und Region DIE Chance, Umweltaktivisten aus aller Welt kennenzulernen, praktischen Einblick in unterschiedlichste Disziplinen wie Tierschutz, Menschenrechte oder Erneuerbare Energien zu erhalten, und vielfältige interkulturelle Kontakte zu knüpfen.

Die zugehörige Online-Plattform EnviroNetwork.eu lädt nicht nur junge Menschen, sondern alle Interessierten dazu ein, mit Umweltpreisträgern und Umweltaktivisten weltweit in Kontakt zu treten.

www.european-environment-foundation.eu

www.environetwork.eu

Darstellung dreier wesentlicher Erkenntnisse aus dem Projekt

  • Um junge Menschen zu Engagement in Umwelt- und Klimaschutz zu motivieren, sind die persönliche Begegnung mit Vorbildern und Face to Face-Kontakte enorm wichtig. Virtuelle Kontakte sind kein ausreichender Ersatz.
  • Junge Menschen wollen intellektuell gefordert werden. Der Young Talents Day 2016 bot Formate in zwei inhaltlich unterschiedlichen Niveaus an: Die anspruchsvolleren „Expert Tables“ waren wesentlich zielführender und ergebnisreicher als die „Open Tables“. Daher wurden in 2017 nur noch inhaltlich höherwertige Formate offeriert.
  • Aufgrund des Überangebots an Initiativen ist die Akquise von jungen Menschen in großer Zahl nicht einfach. Daher wollen wir diejenigen, die teilnehmen, nachhaltig begeistern, und sie so zu Botschaftern für Umwelt- und Klimaschutz machen.

Projektdaten

Projektnummer 2016-07
Projektart Umweltkommunikation
Projektträger Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG
Laufzeit September 2015 bis April 2017
Zuschuss 18.430

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

FESS (FahrradEnergieSystem-Software)
Freiburg

Energie erleben mit FESS

Das Fahrrad-Energie-System (FES) von Solare Zukunft konnte von 2011 bis 2014 durch eine Förderung des badenova Innovationsfonds entwickelt werden. Inzwischen sind zwei optimierte Versionen entstanden. Bei einer handelt es sich um die Energieerlebnisräder für Kinder , die in ihrer Größe speziell für Kleinkinder angepasst sind, wodurch auch schon im frühen Kindesalter eine Sensibilisierung stattfinden kann. Aber auch das Konzept des FahrradKinos im Bildungsbereich des Vereins erfreut sich nach wie vor einer großen Nachfrage. Die Schnittstelle und die Maske, mit der einzelne Leistungsparameter auf der Leinwand gezeigt werden, haben sich allerdings seit der ersten Version kaum verändert. In diesem Projekt sollen viele neue Ideen umgesetzt werden, die das FES noch attraktiver machen. Durch die Entwicklung neuer Software kann das FES genutzt werden, um Spiele, Wettbewerbe, Energiesimulationen (Lastgänge) oder auch Themen wie z.B. Energie in der Nahrung, Energie und Konsum oder Kraftwerksmanagement erlebbar zu vermitteln. Die Hardware konnte über Jahre hinweg getestet werden. Hierbei wurden Ideen dazu gesammelt, wie das FES vielseitiger einsetzbar ist. In Freiburg hat sich inzwischen die FahrradDisco bewährt. Dabei werden sogar nur fünf Räder benötigt, um die erforderliche Energie zu erzeugen. Kurzum: Durch die Entwicklung einer neuen Software soll eine noch bessere visuelle Darstellung der Energiedaten erreicht werden. Durch Spiele und Simulationen soll das inhaltliche (pädagogische) Angebot um eine neue Dimension erweitert werden.

Abenteuercamp im Schuttertal
Lahr-Schuttertal

Abenteuercamp Schuttertal

Schon seit Jahren veranstaltet der gemeinnützige Verein ‚Flitzebogen’ auf einer Wiese in Unterentersbach mehrtägige Naturprojekte für Kinder und Jugendliche. Während die Teilnehmer für einige Tage in Tipis leben, lernen sie mehr über das Ökosystem Wald und Wiese und erfahren, wie wichtig es ist, die Natur nachhaltig zu nutzen. Die gemeinsamen Aufgaben fördern außerdem soziales Lernen und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gruppen. Das Angebot ist ausgesprochen beliebt und schon lange im Voraus ausgebucht, selbst aus dem Elsass kommen Gäste. Mit rund 1000 Übernachtungen pro Jahr stieß das Camp, das bisher nur sehr einfache sanitäre Anlagen besaß, aber an die Grenzen seiner Möglichkeiten. Deshalb erweitert der Verein das Lager jetzt zu einem ganzjährigen Angebot und vergrößert so die Kapazitäten. Das neue Camp besteht aus fünf bis sieben Rundzelten mit Feuerstelle, in denen bis zu 40 Personen übernachten können. Tagsüber können sie sich für Tagesprojekte, Seminare oder Workshops im Meetingzelt versammeln. Die Lagerhütte bietet Küche, Toiletten und Waschgelegenheiten und dient als beheizter Schutz- und Aufenthaltsraum. Sie ist ans öffentliche Wassersystem angebunden und mit einem gasbetriebenen Kühlschrank und Herd ausgestattet. Bogenschießplatz, Geländeparcours, Waldwerkstatt und Lehmbaustelle ermöglichen es den Teilnehmern, Natur spannend und nachhaltig zu erleben. Neben den bisherigen Gruppenaufenthalten für Schulklassen oder Vereine bietet das neue Camp auch Tagesaufenthalte oder Kurzurlaub für Familien an. Mehr Informationen auf der Webseite von Flitzebogen e.V.

Regionale Bau- und Sanierungsinitiative in der Ortenau
Offenburg

Effizientere Sanierungen in der Ortenau

In der Ortenau stehen etwa 95.000 Wohngebäude, die Hälfte davon erbaut vor der ersten Wärmeschutzverordnung 1978. Weil Gebäude etwa ein Drittel der Energie in Deutschland verbrauchen, lohnt es sich finanziell und fürs Klima diese energetisch zu sanieren. Dabei stehen viele Hausbesitzer jedoch vor großen finanziellen und organisatorischen Herausforderungen. Sie haben weder die Zeit noch das Fachwissen, um den ständig wachsenden Markt an Technologien, Anbietern und Förderprogrammen zu überblicken. Um Hausbesitzer besser zu informieren und Anbieter zu vernetzen, gründete die Ortenauer Energieagentur eine regionale Bau- und Sanierungsinitiative. Als Ansprechstelle informiert die Initiative die Bauherren über mögliche Szenarien und Technologien und vernetzt Handwerker, Architekten und Energieberater. Weiterhin erarbeitete die Initiative Qualitätsstandards, um das Angebot in Aus- und Weiterbildung, Technologie, Handwerk und Planung zu vereinheitlichen und zu optimieren. Fortbildungen und Öffentlichkeitsarbeit gehören ebenfalls zu ihren Aufgaben. Die Planungsphase und die Konzepterstellung waren dabei Inhalt des Innovationsfonds-Projektes. Von der Initiative profitieren letztlich alle: Die Hausbesitzer durch verbesserte Standards und niedrigere Kosten und Energieverbräuche, Handwerker und Architekten durch mehr Aufträge und Planungssicherheit und die gesamte Branche durch höhere Qualitätsstandards. Die Initiative schaffte so Anreize, mehr Häuser effizient und kostengünstig zu sanieren und damit noch mehr Energie und Emissionen einzusparen.