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Aquaponik | 2019-11

Das Unternehmen p3 entwickelte in diesem Projekt eine aquaponische Anlage, um vorranging Menschen mit Migrationshintergrund für Klimaschutz zu sensibilisieren.

Projektdaten  
Projektname Transformation von (Umwelt-)Bildung, Ausbildungsvorbereitung und regionaler Ernährungssysteme
Projektnummer 2019-11
Projektart Umweltkommunikation
Projektträger [p3] – Werkstatt GmbH
Laufzeit 01.01.2019 - 31.03.2021
Fördersumme 110.000 €

Soziales und nachhaltiges Handwerk

Die [p3] Werkstatt hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen mit Flucht - oder Migrationsgeschichte für eine Ausbildung im Handwerk oder Industrie vorzubereiten. Dabei werden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen durch qualifiziertes Personal in den gängigen Fächern unterrichtet und erhalten so die notwendigen Fachkenntnisse und Voraussetzungen zur Ausübung eines handwerklichen Berufes. Der ganzheitliche Ansatz von [p3] geht jedoch über diese klassische Ausbildung hinaus und greift ökologische, kulturelle und soziale Aspekte, die maßgeblich für eine erfolgreiche Integration notwendig sind, auf. Durch den gewählten Ansatz, das Prinzip und den Bau einer aquaponischen Anlage in den Mittelpunkt des Projektes zu stellen, können neben den technischen und handwerklichen Anforderungen auch regional relevante Themen wie Wasserkreisläufe, bewusster Umgang mit Ressourcen, klimatische Auswirkungen auf Ökosysteme und viele weitere Fragestellungen gezielt und vor allem anschaulich thematisiert werden. Dies ermöglicht dem Projekt über die reine Ausbildung wertvolle ergänzende Impulse zur nachhaltigen Integration mitzugeben. Die gewonnen Erkenntnisse im Umgang und Aufbau werden dadurch weiter vertieft, dass die Anlage nach dem Aufbau von den Auszubildenden auch betrieben wird, deren Erzeugnis verkauft werden und die technischen Erfahrungen in die Vermarktung von Anlagen einfließt. Neben der innovativen Umweltbildung wird so die Technologie als nachhaltige Lösung für Pflanzen- und Fischzucht weiter gestärkt. Mehr zu den Aquaponikanlagen von p3 finden Sie auf der Webseite der Werkstatt

Optimierung und Hydroponik

Das Projekt konnte nicht nur die gesteckte Ziele erreichen, sondern der Ansatz hat auch gezeigt, welches Potential hierin steckt, so dass auch weiterhin in die Entwicklung investiert werden soll, um einen flächendeckenden und erfolgreichen Einsatz – auf der Ebene der sozialen Wirkung, des Gemüse-Outputs und der Bildung – zu gewährleisten. Hierbei muss der Fokus auf die Optimierung der Funktionen, Verbesserung der Qualität und Quantität der Gemüseernte, Verbesserung der Bedienbarkeit sowie auf die Einbindung der lokalen Community und das Wissensmanagement gelegt werden. Zur Erreichung dieser Ziele soll das Gewächshaus in einem weiteren zweijährigen Projekt weiter betrieben sowie um weitere Anlagen ergänzt werden. Im ersten Jahr soll das Konzept optimiert werden sowie zwei bis drei potentielle Skalierungs-Standorte gefunden werden. An diesen sollen im zweiten Jahr der Förderperiode eigens dafür gebaute hydroponische Anlagen in Betrieb genommen sowie das umweltpädagogische Konzept umgesetzt werden.

Darstellung drei wesentlicher Erkenntnisse aus dem Projekt:

  • Hydro- & Aquaponische Anlagen sind für Umweltpädagogik sehr gut geeignet. Verschiedene Themen können sowohl beim Bau als auch im Betrieb erlebt, erfahren und bearbeitet werden. Insbesondere die Aeroponischen Anlagen wecken Interesse.
  • Die Anlagen sind gut für innerstädtische Anwendungen geeignet und stellen eine Chance für eine nachhaltige Stadtentwicklung dar.
  • Betrieb der Anlagen benötigt viel mehr „Gärtner“-Know-How als zuvor gedacht – hier braucht es weitere Entwicklungsarbeit, um die Anlagen flächendeckend einsetzen zu können.