2019-11
Transformation von (Umwelt-)Bildung, Ausbildungsvorbereitung und regionalen Ernährungssystemen
Die p3-Werkstatt entwickelte in diesem Projekt eine aquaponische Anlage, um vorranging Menschen mit Migrationshintergrund für den Klimaschutz zu sensibilisieren
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| Projektdaten | |
|---|---|
| Projektname | Transformation von (Umwelt-)Bildung, Ausbildungsvorbereitung und regionalen Ernährungssystemen |
| Projektnummer | 2019-11 |
| Projektart | Umweltkommunikation |
| Projektträger | [p3] – Werkstatt GmbH |
| Laufzeit | bis |
| Fördersumme | 110.000 € |
Handwerk als Weg zur Integration
Die [p3] Werkstatt hatte sich zum Ziel gesetzt, Menschen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte auf eine Ausbildung im Handwerk oder in der Industrie vorzubereiten. Die Teilnehmenden wurden durch qualifiziertes Fachpersonal in den relevanten Bereichen unterrichtet und erhielten so die notwendigen Kenntnisse für einen beruflichen Einstieg. Der ganzheitliche Ansatz ging jedoch über die reine Fachausbildung hinaus und griff ökologische, kulturelle und soziale Aspekte auf, die für eine gelingende Integration entscheidend sind. Im Mittelpunkt stand der Bau einer aquaponischen Anlage, die als praxisnahes Lernobjekt dient und gleichzeitig regionale Umweltfragen anschaulich vermittelt.
Umweltbildung durch Aquaponik
Durch die Arbeit an der Aquaponikanlage wurden technische und handwerkliche Fähigkeiten mit Themen wie Wasserkreisläufen, Ressourcenschonung und klimatischen Auswirkungen auf Ökosysteme verknüpft. Die Auszubildenden betrieben die fertige Anlage selbst, vermarkteten deren Erzeugnisse und sammelten Erfahrungen, die auch in die Weiterentwicklung und den Vertrieb von Anlagen einflossen. So entstand ein Projekt, das über die berufliche Qualifikation hinaus Impulse für nachhaltige Integration und Umweltbildung setzte. Die Technologie wurde als zukunftsfähige Lösung für die kombinierte Pflanzen- und Fischzucht gestärkt und praxisnah vermittelt.
Weiterentwicklung durch Hydroponik
Das Projekt hatte seine Ziele erreicht und zeigte darüber hinaus großes Potenzial für eine breitere Wirkung. Deshalb wurde beschlossen, die Entwicklung fortzusetzen und das Konzept in einem weiteren zweijährigen Projekt auszubauen. Im ersten Jahr lag der Fokus auf der Optimierung der Funktionen, der Verbesserung der Gemüseernte, der Bedienbarkeit und der Einbindung der lokalen Gemeinschaft. Zudem sollten zwei bis drei geeignete Standorte für eine Skalierung identifiziert werden. Im zweiten Jahr wurden dort speziell konzipierte hydroponische Anlagen in Betrieb genommen und das umweltpädagogische Konzept umgesetzt. Damit wurde die soziale, ökologische und bildungsbezogene Wirkung des Projekts weiter gestärkt.
Drei wesentliche Projekterkenntnisse
Hydro- & Aquaponische Anlagen sind für Umweltpädagogik sehr gut geeignet. Verschiedene Themen können sowohl beim Bau als auch im Betrieb erlebt, erfahren und bearbeitet werden. Insbesondere Aeroponische Anlagen wecken hierbei Interesse.
Die Anlagen sind gut für innerstädtische Anwendungen geeignet und stellen eine Chance für eine nachhaltige Stadtentwicklung dar.
Der Betrieb der Anlagen benötigt viel mehr „Gärtner“-Know-how als zuvor gedacht – hier braucht es weitere Entwicklungsarbeit, um die Anlagen flächendeckend einsetzen zu können.
Downloads und weitere Infos
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