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Solarthermie

Als erneuerbare Energiequelle ist die Solarthermie, im Gegensatz zu fossilen Energieträgern, emissionsfrei und klimaneutral. Die Solarthermie bezeichnet die Umwandlung von Sonnenlicht in thermische Energie. Dabei wird die in Solarthermieanlagen produzierte Energie vor allem für die Warmwasserbereitung sowie zur Heizungsunterstützung genutzt.

Die Komponenten und die Installation einer Solarthermieanlage

Um eine Solarthermieanlage richtig zu installieren, sind erfahrene Dienstleister unumgänglich. Je besser die Qualität der Anlage ist, desto langlebiger ist sie und desto effizienter amortisieren sich die Kosten für die Anlage.

Die Sonnenkollektoren

Diese sollten an einem möglichst schattenfreien Ort angebracht werden. In den allermeisten Fällen handelt es sich dabei um Dachflächen. Es ist jedoch auch möglich, die Kollektoren auf unbeschatteten Wiesen oder Hängen zu installieren.

Werden die Sonnenkollektoren auf das Dach montiert, können sie als „In-Dach-Lösung“ direkt in die Dachfläche integriert werden. Anderenfalls werden sie als „Auf-Dach-Lösung“ auf ein bereits bestehendes Dach montiert. Der Vorteil der zweiten Variante liegt in der besseren Belüftung der Kollektoren. Darüber hinaus erleichtern Auf-Dach-Kollektoren Austausch- und Reparaturarbeiten.

Der Solarspeicher

Ob der Speicher für die Solarthermieanlage im Keller steht oder in der Nähe von Räumen, in denen Warmwasser benötigt wird, hängt von den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten ab. Wichtig ist, dass der Abstand zwischen Sonnenkollektoren und Solarspeicher so kurz, wie möglich ist.

Je nachdem ob ein monovalenter oder bivalenter Speicher zum Einsatz gelangt, erhält er von einem oder von zwei Systemen Energie, um das Wasser im Speicher zu erwärmen.

Wie groß soll der Solarspeicher sein?

Im Durchschnitt werden pro Person täglich etwa 30 Liter oder mehr Warmwasser benötigt. Zur Festlegung der optimalen Speichergröße geht man jedoch von der doppelten Menge Warmwasser aus. Für einen 4-Personen-Haushalt ist ein Solarstromspeicher mit einem Fassungsvermögen zwischen 300 und 500 Litern ideal.

Das Verlegen von Rohren und Leitungen

Idealerweise sollte bei der Verlegung der Leitungen und Verbindungsrohre eine direkte Verbindung von den Sonnenkollektoren zum Solarspeicher bestehen. Damit erspart man sich etwaige Arbeiten am vorhandenen Mauerwerk.

Die Steuer- und Regeltechnik

Damit sind in erster Linie die Umwälzpumpe und notwendigen Ventile gemeint. Die Pumpe sollte in nächster Nähe zum Solarstromspeicher angebracht werden. Im letzten Schritt wird die Solarthermieanlage mit der bereits bestehenden Heizungsanlage verbunden und kann in Betrieb genommen werden.

Solarthermie: Solarthermieanlage auf dem Dach

Die Solarthermie in der Industrie

Neben der Warmwasserbereitung und der Heizungsunterstützung kann Solarthermie als sogenannte „solare Prozesswärme“ in verschiedenen Bereichen der Industrie eingesetzt werden. Thermische Solaranlagen können Temperaturen von 40 bis 60 Grad, wie sie in vielen Industriezweigen für verschiedene Waschvorgänge benötigt werden, effektiv bereitstellen, da der Wirkungsgrad von Solarthermieanlagen bei niedrigen Temperaturen besonders hoch ist. Auch für jede Art von Trocknungsprozessen ist die solare Prozesswärme bestens geeignet.

Die staatliche Solarthermie-Förderung

Durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie die KfW-Bankengruppe kann eine Solarthermie-Förderung in Anspruch genommen werden. Die Höhe der jeweiligen Förder- und Bonuszahlungen fällt je nach Größe der Anlage, ob es sich um einen Neukauf oder eine energetische Sanierung handelt sowie nach der Art der Nutzung der Solarthermieanlage aus.

Lohnt sich Solarthermie?

Abgesehen von Ihren persönlichen Wohn- und Lebensumständen, lohnt sich eine Solarthermieanlage aus ökologischer Hinsicht in jedem Fall. Denn sie benötigt lediglich Strom für die Solarpumpe und braucht keine weiteren Brennstoffe und verursacht keine CO2-Emissionen. Solarthermie ist deshalb besonders umwelt- und klimafreundlich.