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  • Förderung Heizung
  • Förderung Heizung

    Noch nie gab es so hohe staatliche Zuschüsse für umweltfreundliche Heizungen. Wir zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten es gibt, wenn Sie in Zukunft klimafreundlich heizen möchten. Sie erfahren, welche staatlichen Zuschüsse es gibt und welche Voraussetzungen Ihre neue Heizung dafür erfüllen muss. Und wir zeigen, wie Sie badenova bei der Abwicklung der Förderung und bei allen Dingen rund um die Erneuerung Ihrer Heizung unterstützt.

    Das Wichtigste in Kürze
    • Für den Austausch einer alten Heizung gibt es Fördergelder.
    • Gefördert wird der Einbau umweltfreundlicher Heizungsanlagen.
    • Je nach Heizsystem können Sie dabei bis zu 45 % der Investitionskosten sparen.
    • Die Höhe der Zuschüsse ist abhängig vom Heizsystem.
    • Zuständig für die Förderprogramme sind das BAFA und die KfW.

    Warum gibt es Fördermittel für Heizungen?

    Zwei Drittel der Haushalte in Deutschland werden immer noch mit fossilen Energien beheizt. Besonders die veralteten Ölheizungen produzieren aber große Mengen klimaschädliches CO2.

    Damit die Wärmewende besser vorankommt, gewährt das Klimapaket 2020 hohe staatliche Förderungen von bis zu 45 Prozent der Investitionskosten für umweltfreundliche Heizsysteme. Mit diesem Anreiz sollen der Ausstoß von klimaschädlichem CO2 deutlich reduziert und die Klimaziele der Bundesrepublik erreicht werden.

    Förderung Heizung Staat
    Jetzt bis zu 45 Prozent Förderung beantragen © Shutterstock

    Welche Heizsyteme werden gefördert?

    Im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP) übernimmt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zwischen 20 und 45 Prozent der Investitionskosten für eine neue Heizung. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt einen Heizungstausch zusätzlich mit zinsgünstigen Darlehen.

    Gefördert werden umweltfreundliche Heizsysteme, die die Wärme für Heizung und Warmwasser ganz oder zum Teil aus erneuerbaren Energien gewinnen. Bei Neubauten sind das Biomasse-Anlagen, effiziente Wärmepumpen und Solarthermie-Anlagen. Im Fall einer Modernisierung werden alle Anlagen gefördert, die mit mindestens 25 Prozent erneuerbaren Energien heizen.

    Keine Fördermittel gibt es für reine Öl- oder Erdgas-Brennwertheizungen. Auch Immobilienbesitzer, deren alte Heizung der gesetzlichen Austauschpflicht unterliegt, erhalten keine Zuschüsse. Austauschpflichtig nach Gebäudeenergiegesetz (GEG) sind Heizungen, wenn sie 30 Jahre und älter sind und nicht auf Niedertemperatur- oder Brennwerttechnik basieren.

    Was sind Investitionskosten?

    Die Investitionskosten setzen sich aus verschiedenen Posten zusammen. Neben den reinen Anschaffungskosten für den Wärmeerzeuger sind dies vor allem die Kosten für die Installation und Inbetriebnahme.

    Auch eventuell anfallende Kosten für „erforderliche Umfeldmaßnahmen“ zählen zu den Investitionskosten – z. B. der Umbau des Heizungsraums oder die Einrichtung eines Lagerraums für Holzpellets. Schließlich werden auch Kosten für Wartung oder Garantieverlängerungen, die im Voraus beglichen werden, als Investitionskosten angerechnet.

    BAFA-Förderung Heizung

    Hauptförderer für den Einbau einer umweltfreundlichen Heizung ist das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle). Die BAFA-Zuschüsse können mit anderen Fördermitteln wie z. B. einem zinsgünstigen Darlehen der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) kombiniert werden. Die Höhe der Zuschüsse hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Als Daumenregel kann man sagen: Je stärker die neue Heizung auf Erneuerbare Energiequellen setzt, desto höher die Fördersätze.

    Maximale BAFA-Zuschüsse

    • Solarthermieanlage: 30 %
    • Effiziente Wärmepumpe, Biomasseanlage: 35 %
    • Erneuerbare-Energien-Hybridanlage: 35 %
    • Gas-Hybridanlage: 30 %
    • Gas Brennwertanlage „renewable ready“: 30 %

    Einen zusätzlichen Bonus gibt es für alle Immobilienbesitzer, die eine alte Ölheizung ersetzen. Wenn sie dabei auf Gas-Hybrid- oder erneuerbare Energien umsteigen, gibt es zusätzlich zum jeweiligen Fördersatz eine Öl-Austauschprämie von 10 Prozent.

    BAFA Förderung Heizung

    Darauf sollten Sie achten

    • Der Antrag für die Förderung muss vor Beginn des Vorhabens beim BAFA eingehen.
    • Beauftragung darf erst nach Eingang der Auftragsbestätigung erfolgen.

    Voraussetzungen für die BAFA-Förderung

    Die wichtigste Bedingung für eine Förderung ist, dass die neue Heizanlage ganz oder zum Teil mit erneuerbaren Energien betrieben wird. Je nach Heizungstechnologie gelten darüber hinaus weitere Bedingungen für eine Förderung durch das BAFA. Wir haben für Sie die wichtigsten Voraussetzungen zusammengefasst.

    Solarthermie-Anlagen

    • Müssen der Warmwasserbereitung und / oder der Raumheizung dienen.
    • Müssen das Zertifikat „Solar Keymark“ tragen.
    • Mindestgröße für Flachkollektor-Anlagen: 9m2 Bruttokollektorfläche, 40 Liter Pufferspeichervolumen pro m²-Kollektorfläche.
    • Mindestgröße für Vakuumröhrenkollektor-Anlagen: 7m2 Bruttokollektorfläche, 50 Liter Pufferspeichervolumen pro m²-Kollektorfläche.

    Biomasse-Anlagen

    Gefördert werden Kessel und Kombikessel für Pellets und Hackschnitzel, emissionsarme Holzvergaserkessel (Scheitholz) sowie wassergeführte Pelletöfen.

    • Die Nennwärmeleistung muss mindestens 5 kW betragen.
    • Der Mindest-Wirkungsgrad liegt bei 89 % (bei wassergeführten Pelletöfen bei 90 %).
    • Die Emissionsgrenzwerte für Kohlenmonoxid und staubförmige Emissionen dürfen nicht überschritten werden.

    Effiziente Wärmepumpen

    • Müssen überwiegend zur Warmwasserbereitung und /oder Raumheizung dienen.
    • Bei elektrisch betriebenen Wärmepumpen ist der Einbau eines Stromzählers erforderlich.
    • Bei erdgasbetriebenen Wärmepumpen muss ein Gaszähler eingebaut werden.
    • Ein hydraulischer Abgleich und eine Anpassung der Heizkurve sind verbindlich.

    Gas-Hybridanlagen

    • Mindestens 25 % der Wärme muss mit erneuerbaren Energien erzeugt werden.
    • Müssen über eine hybridfähige Steuerungs- und Regeltechnik verfügen.
    • Ein hydraulischer Abgleich ist erforderlich.

    Gas-Brennwertanlagen („renewable ready“)

    • Eine hybridfähige Steuerungs- und Regelungstechnik ist erforderlich.
    • Ein Speicher für die Einbindung erneuerbarer Wärmeerzeuger muss vorhanden sein.
    • Ein hydraulischer Abgleich ist verbindlich.
    • Die Erweiterung zur Gas-Hybridanlage muss innerhalb von zwei Jahren erfolgen.

    Erneuerbare Energien Hybridanlagen

    Gefördert werden Kombinationen von Biomasse- oder Wärmepumpenanlagen mit Solarthermie.

    • Die Anlage muss über eine gemeinsame Steuerungs- und Regeltechnik verfügen.
    • Jeder Wärmeerzeuger muss die jeweiligen (oben aufgeführten) technologischen Mindestanforderungen erfüllen.

    Ausführliche Informationen über die Fördervoraussetzungen finden sie auf der Website des BAFA

    KFW-Förderung Heizung

    Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt eine Heizungsmodernisierung vor allem mit zinsgünstigen Darlehen. Pro Wohneinheit können mit diesem Ergänzungskredit bis zu 50.000 Euro finanziert werden. Das KfW-Darlehen lässt sich sehr gut mit einer BAFA-Förderung kombinieren. Die Kreditobergrenze liegt dann bei der Summe der Kosten, die nicht durch die BAFA-Förderung abgedeckt werden.

    Bedingungen für einen KfW-Ergänzungskredit

    Bei der Heizungsmodernisierung wird auf Erneuerbare Energien umgestellt.

    • Die zu ersetzende Heizung ist seit mindestens zwei Jahren vorhanden.

    Mehr zum KfW-Ergänzungskredit und zum aktuellen Zinssatz erfahren Sie direkt bei der KfW.

    Förderung von Sanierungsmaßnahmen

    Darüber hinaus fördert die KfW auch einzelne energetische Maßnahmen zur Sanierung einer bestehenden Heizung. Gefördert werden zum Beispiel der Einbau moderner Heizkörperthermostate, die Dämmung von Heizungsrohren oder der Austausch einer alten Umwälzpumpe durch eine neue Hocheffizienzpumpe.

    Wir unterstützen Sie gern im Fördermitteldschungel

    Staatliche Heizungsförderung beantragen
    Jetzt staatliche Heizungsförderung beantragen © Fotolia

    KFW-Förderung Brennstoffzelle

    Die KfW fördert auch Immobilienbesitzer, die mit ihrer Heizung nicht nur Wärme, sondern auch Strom erzeugen wollen. Das Förderprogramm 433 bezuschusst den Einbau einer Brennstoffzellenheizung mit bis zu 40 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten – maximal 28.200 Euro pro Brennstoffzelle. Darin enthalten sind die Anschaffung und der Einbau des Brennstoffzellensystems, ein fest vereinbarter Vollwartungsvertrag über 10 Jahre sowie die Leistungen eines qualifizierten Energieeffizienz-Experten (Energieberater).

    Bedingungen für die KfW-Förderung Brennstoffzelle

    • Die elektrische Leistung der Brennstoffzelle liegt zwischen 0,25 und 5,0 kW.
    • Beratung, Kontrolle der Installation und Fördermittelbeantragung erfolgt durch einen qualifizierten Energieeffizienz-Experten

    Heizungsförderung: So geht's

    Eine neue Heizung ist eine Investition für die nächsten zwei Jahrzehnte. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie Ihre Heizungsanlage mit einem Fachmann planen. Die Experten von badenova finden die passende Lösung für Ihren Wärmebedarf und die Bedingungen Ihrer Immobilie.

    Sobald der Plan für die neue Heizung steht, übernimmt badenova für Sie die komplette Fördermittelabwicklung inklusive Beantragung bei dem BAFA. So können Sie sicher sein, dass Sie die beste staatliche Förderung herausholen, ohne selbst erst zum Fördermittel-Experten werden zu müssen.

    Und gerne kümmern sich unsere Premium-Partner auch um eine perfekte Installation – alles zum fairen Festpreis!

    Für Kunden anderer Versorger ist wichtig zu wissen: Für den Betrieb eines digitalen Zählers oder Smart Meters gelten strenge Preisobergrenzen, die Ihr „grundzuständiger Messstellenbetreiber“ nicht überschreiten darf. Bei Smart Metern richtet sich die Obergrenze nach Ihrem Jahresverbrauch.

    Häufig gestellte Fragen

    Kann ich den Antrag auf Förderung auch nachträglich stellen?

    Nein. Der Förderantrag muss vor „Vorhabenbeginn“ gestellt werden – also vor Abschluss eines Lieferungs- oder Leistungsvertrags.

    Habe ich die Möglichkeit, die Kosten nach Antragstellung noch anzupassen?

    Nein. Kosten, die über Ihren eingereichten Kostenvoranschlag hinausgehen, werden vom BAFA nicht mehr berücksichtigt.

    Wird jede Heizungsmodernisierung gefördert?

    Nein. Für Modernisierungen von einer alten Heizung auf eine reine Öl-Brennwert-Heizung oder eine reine Gas-Brennwertheizung gibt es keine Fördermittel.

    Muss die alte Heizung ein bestimmtes Alter haben, damit der Austausch staatlich gefördert wird?

    Ja. Ihre alte Heizung muss mindestens seit zwei Jahren installiert sein. Es gibt auch ein Höchstalter: Wenn eine Heizung 30 Jahre und älter ist und nicht auf Niedertemperatur- oder Brennwerttechnik basiert, ist sie nach Gebäudeenergiegesetzt (GEG) austauschpflichtig. Für solche Heizungen gibt es keine Fördermittel.

    Wann wird die BAFA Förderung ausbezahlt?

    Nach Umsetzung aller Maßnahmen und nachdem alle nötigen Belege und Verwendungsnachweise vollständig eingereicht und geprüft wurden. Bitte beachten Sie die Fristen, die Ihnen das BAFA vorgibt.