(Mo - Fr 08:00 - 20:00 Uhr) 0800 2 79 10 20
Tarifrechner
Zurück zum Lexikon

Wasserkraft

Wasserkraft (Hydroenergie) ist nach Biomasse die am meisten genutzte erneuerbare Energiequelle. Bereits vor mehr als 2.000 Jahren machten die Griechen sich die Kraft des Wassers zunutze. Sie erzeugten mit großen Wasserrädern mechanische Energie, die verschiedene Geräte antrieb. Heute nutzen wir Wasserkraft dazu, um in großen Wasserkraftwerken elektrische Energie damit zu produzieren.

Wie kann man mit Wasser Energie gewinnen?

Wasser weist in unterschiedlichen Gewässern an vielen Stellen eine natürliche Bewegung oder Strömung auf, die als Wasserkraft genutzt werden kann. Als Energiequelle besonders geeignet ist Wasser in Flüssen und Wasserfällen oder Wasser im Meer mit starker Wellenbewegung.

Ein typisches Wasserkraftwerk funktioniert nach diesem Prinzip:

  • Die kinetische Energie des Wassers bewegt Schaufelräder in den Turbinen.
  • Diese Turbinen betreiben Generatoren, die mechanische Energie in Strom umwandeln – ähnlich wie bei einem Fahrraddynamo.
  • Dabei gilt: Je höher die Fallhöhe des Wassers ist, desto größer ist die Kraft, die zur Energieerzeugung bereitsteht. Daher wird das Wasser meist in großen Stauseen mit Dämmen aufgestaut, über die der Wasserfluss beliebig gesteuert werden kann.
  • Der erzeugte Strom wird dann über Fernleitungen zu unseren Häusern, Fabriken und Unternehmen transportiert.
Wasserkraft Strom aus Stausee

Welche Arten von Wasserkraftwerken gibt es?

Zur Gewinnung elektrischen Stroms aus Wasserkraft stehen 6 verschiedene Umwandlungsmechanismen zur Verfügung:

  1. In einem Laufwasserkraftwerk wird die Kraft von Flüssen in Strom umgewandelt
  2. Speicherkraftwerke wandeln die Kraft von Stauseen in Strom um
  3. In einem Wellenkraftwerk entsteht Strom durch die Kraft der Wellen
  4. Gezeitenkraftwerke produzieren Strom mithilfe der Gezeiten
  5. Osmosekraftwerke greifen auf den Salzgehalt von Wasser zu, um Strom zu produzieren
  6. Gletscherkraftwerke wandeln die Kraft des Schmelzwassers in Strom um

Was sind die Vor- und Nachteile der Nutzung von Wasserkraft?

Wasserkraft gilt als saubere und reichlich vorhandene Energiequelle. Für den Betrieb von Wasserkraftwerken werden keine fossilen Brennstoffe benötigt und daher wird kaum CO2 ausgestoßen. Wasserkraft ist somit eine klimaneutrale Möglichkeit der Stromerzeugung.

Trotzdem kann die Energiegewinnung aus Wasserkraft auch Nachteile bieten. Wasserkraft ist beispielsweise von Wetter, Jahres- und Tageszeit abhängig. Problematisch können auch die Auswirkungen auf die Umwelt sein. Denn der Bau von Wasserkraftwerken kann zu Veränderungen von Landschaft und Ökosystemen führen. Riesige Staudämme in Asien stehen zudem unter Verdacht, die Erdbebengefahr zu erhöhen.

Erfahren Sie mehr über Ökostrom aus Wasserkraft

Ökostrom von badenova stammt zu 100 % aus umweltfreundlicher Wasserkraft aus Europa – z. B. aus Kraftwerken in Deutschland, Österreich und Norwegen.

Als grüner Stromanbieter ist es unser Anliegen, klima- und umweltschädliche Stromerzeugung zu vermeiden. Um die nachhaltige Energieversorgung weiter voranzutreiben, unterstützen wir mit unserem Regiostrom-Programm den Bau von kleinen, dezentralen Wasserkraftwerken.

Erfahren Sie mehr über unseren umweltfreundlichen Ökostrom aus 100 % Wasserkraft.