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Biomasse für Lörrach

Biomasse spielt eine wachsende Rolle, wenn es darum geht, Energie klimafreundlich bereitzustellen. Die Stadt Lörrach wollte genau wissen, welches Biomassepotential Stadt und umliegende Gemeinden bieten. Deshalb beauftragte sie die Energieagentur Freiburg und econzept Energieplanung GmbH damit, eine regional begrenzte Studie zu verfassen. Um zu ermitteln, welche Menge an Grünschnitt, Kompost, Landschaftspflegeholz aber auch beispielsweise Klärschlamm anfällt, führten die Experten Umfragen durch. Zur Studie gehörte auch, zu untersuchen, wie viele Biomasseanlagen schon vorhanden sind und wie man ihre Zahl sinnvoll erhöhen könnte. Auch inwieweit Lörrach in der Lage ist, seinen Bedarf an Biomasse selbst zu decken, gehörte zum umfassenden Konzept. Als Fazit stand fest, dass die Stadt über ein begrenztes Potential an landwirtschaftlicher Biomasse verfügt, wobei die bestehenden Mengen zum Großteil bereits genutzt oder in Verträgen gebunden ist.

Die Ergebnisse helfen nicht nur Lörrach, das Potential in Zukunft besser zu nutzen. Weil die Studie nach standardisierten Kriterien ablief, bietet sie anderen Städten ein Schema um eigene Analysen durchzuführen.

Projektdaten

Projektnummer 2006-10
Projektart Umweltkommunikation
Projektträger Städte Lörrach
Laufzeit April 2006 bis November 2008
Zuschuss 20.000

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Stromsparcheck Freiburg für Haushalte mit geringem Einkommen
Freiburg

Energieberatung für finanzschwache Haushalte

Mit den steigenden Öl- und Gaspreisen der letzten Jahre machen die Nebenkosten einen immer größeren Anteil der Miete aus. Weil sie prozentual einen größeren Anteil ihres Einkommens für Energie verwenden müssen, sind Niedrigverdiener von dieser Entwicklung besonders betroffen. Besonders problematisch ist die Situation für die Empfänger von Arbeitslosengeld II, die Wasser und Strom aus dem Regelsatz bezahlen müssen. Die für Strom vorgesehenen 20 Euro reichen oftmals nicht für die Hälfte der 1700 Kilowattstunden, die ein Einpersonenhaushalt pro Jahr im Durchschnitt verbraucht. Auch Städte und Gemeinden sind betroffen. Sie bezahlenden den betroffenen Haushalten Heizzuschläge, die allein in Freiburg 3,7 Millionen Euro pro Jahr betragen. Das Projekt des Verein zur Förderung kommunaler Arbeits- und Beschäftigungsmaßnahmen (VABE) und des Caritasverbands, die seit Jahren erfolgreich Arbeitlose weiterbilden, bietet einen neuartigen Ansatz, diese Problematik abzuschwächen. Das Konzept verbindet berufliche Qualifikation mit Klimaschutz indem es Langzeitarbeitlose zu Energieberatern ausbildet. Fachlich und sozial begleitet, bietet es den Arbeitslosen neben einem geringen Entgelt wieder Chancen auf dem freien Arbeitsmarkt. Die neuen Experten, die anfangs noch von Ausbildern begleitet sind, beraten ALG II-Haushalte, wie sie Strom, Wasser und Heizenergie einsparen können. Sofortmaßnahmen sind möglich mit dem Starterset, das die Teilnehmer bekommen. Bestehend aus Energiesparlampen, Wasserperlatoren und schaltbaren Steckerleisten, senkt es die Energiekosten im Jahr um etwa 20 bis 100 Euro. Allein die Anzahl von 9000 Freiburger ALG-II-Haushalte ALG zeigt das Potential des Ansatzes, der in ähnlicher Form in Frankfurt schon Erfolge zeigte. In Freiburg fanden drei der neuen Energieberater durch das Projekt eine dauerhafte Beschäftigung.