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Bürgerbus Breisach, mobil in der Innenstadt

Ein effizienter und bequemer öffentlicher Nahverkehr ist entscheidend, um den Individualverkehr und damit CO2-Emissionen zu reduzieren. In manchen städtischen oder ländlichen Gebieten jedoch sind normale Bus- oder Tramlinien nicht wirtschaftlich. Ehrenamtlich betriebene Bürgerbusse bieten hier eine Alternative. Der Bürgerbusverein der Stadt Breisach organisiert seit Dezember 2012 solch einen Fahrdienst. 20 ehrenamtliche und speziell geschulte Fahrer fahren den Kleinbus mit acht Sitzplätzen. Zwei Buslinien fahren den Innenstadtbereich ab und erreichen auch den Münsterberg, der wegen der engen historischen Gassen bisher nicht an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen war. Vom Bahnhof aus fahren die Kleinbusse außerdem stündlich wichtige Knotenpunkte wie den Marktplatz, das Rathaus und das Seniorenheim an.

Der Verein ist Mitglied beim regionalen Nahverkehrsverbund RFV, dessen Regiokarte im Bürgerbus gültig ist. Weiterhin gelten der Schwerbehindertenausweis und die Schwarzwälder Gästekarte Konus. Haltestellen und Fahrpläne sind mit dem Angebot des RFV abgestimmt, so dass die Fahrgäste ohne lange Wartezeiten auf Bus und Bahn umsteigen können. Der Bürgerbus spart Fahrten mit dem eigenen PKW und ermöglicht Menschen ohne Auto Arztbesuche, Einkäufe und Ausflüge. Mit seinem ehrenamtlichen Einsatz verknüpft der Bürgerbusverein soziales Engagement und Klimaschutz und erhöht die Lebensqualität der Breisacher Bürger.

Die Entwicklung im Projekt hin zu erfolgreichem Linienverkehr können dem Abschlussbericht (PDF, 3.1MB) (PDF 3,2 MB) entnommen werden. Drüber hinaus gibt die Webseite des Bürgerbusses

Projektdaten

Projektnummer 2013-03
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Stadt Breisach
Laufzeit Dezember 2012 bis Mai 2014
Zuschuss 90.000

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Waldhaus Freiburg
Freiburg

Informations- und Bildungszentrum zum Thema Holz

Freiburgs Selbstverständnis als grüne Stadt lässt sich auch wortwörtlich verstehen, denn die Stadtgrenzen umschließen im europäischen Vergleich besonders viele Waldflächen. Schon früh hat die Stadt begonnen, ihre Wälder nachhaltig zu bewirtschaften und diesen Ansatz aktiv nach außen zu vermitteln. Mit dem Waldhaus eröffnete das Freiburger Forstamt 2008 schließlich ein beispielhaftes Erlebnis- und Informationszentrum, das Diskussionen anstößt über die Rolle des Waldes als Naherholungsgebiet, Lebensraum und Rohstofflager. Für Schüler, Fachleute aber auch für interessierte Touristen, bietet das von einer Stiftung getragene Zentrum Ausstellungen oder Aktionstage zu Themen wie ‚Wald und Wasser’ oder ‚Waldnutzung und Holzverwendung als Beitrag zum Klimaschutz’. Das erlebnispädagogische Konzept, das die Besucher aktiv mit einbezieht, sorgt dafür, dass sie ein Bewusstsein dafür entwickeln, wie der Mensch mit dem Ökosystem Wald verbunden ist. Außerdem vernetzt das Projekt neben Forstwissenschaftlern, Förstern oder Pächtern alle Beteiligen aus Politik und Medien, die sich mit dem Thema Wald auseinandersetzen. Das Gebäude selbst demonstriert, wie vielfältig der Rohstoff Holz ist. In allen Bereichen verwendeten Handwerker und Architekten dort verschiedene Holzmaterialien, um das Waldhaus zu dämmen, zu bauen oder zu heizen. Für den mittlerweile verwirklichten Erweiterungsbau, eine Holzwerkstatt, arbeitet das Waldhaus mit Gewerbeschulen zusammen. Angeleitet von Fachlehrern erlernen Schüler mit traditionellem Werkzeug die Eigenschaften von frisch geschnittenem Holz kennen. Auch über die Grenzen hinaus knüpft das Waldhaus Kontakte zu ähnlichen Vorhaben im Elsass und ist damit Vorbild für andere Umwelt- und Bildungszentren. Mehr Informationen auf der Homepage des Waldhauses Freiburg .

Modell- und Lehrprojekt Modernisierung auf Niedrigenergiehausstandard
Lahr

Niedrigenergiehausstandard durch optimale Sanierung

Im Stil der 60er Jahre gebaut, entsprechen die zwei Wohnhäuser in der Albert-Förderer und Tramplerstraße nur Energieklasse E. Der nur teilweise gedämmte Dachstuhl war eine der Problemzonen, welche die Heiz- und Energiekosten in die Höhe trieben. Deshalb sanierte die städtische Wohnungsbaugesellschaft Lahr beide Häuser, die nun in der Energieklasse A liegen. In Zahlen ausgedrückt verbrauchen sie 65 Prozent weniger Energie, womit der CO2-Ausstoß von 156 Tonnen auf 57 Tonnen im Jahr fällt. Nachdem die Energieagentur RegioFreiburg den Energiebedarf der Gebäude ermittelt hatte, begannen im Frühjahr 2005 die Bauarbeiten. Besser gedämmte Außenwände und isolierte Fenster vermeiden, dass Heizwärme verloren geht. Die Wärme liefern Gasbrennwertheizungen während eine thermische Solaranlage die Gebäude mit warmem Wasser versorgt. Angesichts steigender Energiekosten, empfand es die Stadt auch als soziale Pflicht, die so genannte ‚zweite Miete’ für die Bewohner zu senken. Mit Erfolg: Während bundesweit 2006 die Energiekosten pro Quadratmeter auf über einen Euro gestiegen waren, entfällt künftig für die beiden Lahrer Häuser der Mietaufschlag. Als Vorzeigeobjekt dokumentiert das Projekt nicht nur die Bauarbeiten, sondern misst und analysiert kontinuierlich die Verbrauchswerte der Gebäude für die projekteigene Internetseite. Zusätzlich können Interessierte beispielsweise der Volkshochschule Lahr oder der FH Offenburg das Projekt besichtigen. Mit dieser Öffentlichkeitsarbeit erreicht das Projekt ein großes Publikum und ist Beispiel dafür, wie Städte und Privatleute auch bei Altbauten wesentlich Energie sparen können.