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Heizen und Kühlen mit Erdwärme

Im Zuge eines Neubaus, erhielt die Kreissparkasse Rottweil 2006 eine innovative Heiz- und Kühlanlage, welche die Geothermie nutzt. Die Amotherm-Anlage gelangt über zwei rund 130 Meter tiefe Bohrungen an Erdwärme. In den Bohrungen verdampft Ammoniak, das schon bei relativ niedrigen Erdtemperaturen vom flüssigen in den gasförmigen Zustand übergeht. Beim Verdampfen nimmt das Ammoniak Wärme auf, die die erdgasbetriebene Wärmepumpe im Sparkassenbau nutzt. Das Gestein, dem das Ammoniak Wärme entzieht, vereist und kann im Sommer als Kältequelle dienen. Das System nutzt den Boden also zweifach: Im Sommer holt eine Sole die Kälte nach oben, bringt Wärme hinab in den Boden und regeneriert damit den Wärmespeicher für den folgenden Winter. Ein einziges System kann so Gebäude sowohl heizen als auch kühlen.

Nach anfänglichen Problemen, unter anderem durch Lieferprobleme des Herstellers, läuft die Anlage inzwischen wie geplant. Mit ausführlichen Informationstafeln ausgestattet, dient die neue Kreissparkasse als Demonstrationsobjekt für an Geothermie Interessierte in der ganzen Region.

Projektdaten

Projektnummer 2004-01
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Kreissparkasse Rottweil
Laufzeit November 2003 bis Dezember 2007
Zuschuss 81.857

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Forschendes Lernen an neuem innovativen Kleinwasserkraftwerk
Binzen

Forschendes Lernen an neuem innovativen Kleinwasserkraftwerk

Am neu zu errichtenden Kleinwasserkraftwerk Binzen-Eimeldingen in innovativer Kompaktbauweise soll ein Bildungsstandort integriert werden, um Kindern die Erzeugung regenerativer Energie durch Wasserkraft im Einklang mit den ökologischen Erfordernissen nahezubringen. Im Gegensatz zu Wasserkraftstandorten am Rhein gibt es bis jetzt keine Angebote an der Kander bzw. im Markgräflerland. Diese Lücke soll mit dem Projekt geschlossen werden. Die Kinder sollen durch eigenes Experimentieren vor Ort die Kraft des Wassers erfahren und die Grundlagen der Stromerzeugung kennenlernen. Der Fokus wird auf Kinder im Vor- und Grundschulalter gelegt. Entsprechend werden für jede Altersgruppe spezifische Schulungseinheiten entwickelt, um dem Alter entsprechend passende Schwerpunkte zur Thematik zu vermitteln. Das resultierende „Forscher“-Angebot wird dann vor Ort von geschulten und erfahrenen Personen durchgeführt. Es kann von Kindergärten und Schulen im Landkreis kostenlos genutzt werden. Es sollen ganz explizit bereits Kinder in so jungem Alter erreicht werden, da der Drang, die Welt zu verstehen, in diesem Alter sehr hoch ist. Daher ist dieses Alter ein idealer Zeitpunkt, um bei der jungen Generation über das Verständnis ein Interesse an regenerativer Energiegewinnung zu erzeugen und sie so letztendlich zu einem nachhaltigen Umgang mit ihrer Umwelt zu erziehen. Die innovative Kompaktbauweise des Kleinwasserkraftwerks „Powergate“ hat die Besonderheit, dass das Powergate mittels Spülklappe sowohl überspült als auch durch minimales Anheben unterspült werden kann. Dies hat den Vorteil, dass die bodennahen Sedimente samt Mikroorganismen einfach weitertransportiert werden können, was den neuesten ökologischen Vorgaben entspricht. Zudem kann das Powergate im Hochwasserfall einfach aus dem Kanal gehoben werden, um zum einen den Hochwasserabfluss zu vergrößern und zum anderen die Anlage vor Schäden zu schützen. Das Projekt wurde nach der Bewilligung zurückgezogen.