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Hoftorbilanz zur Stickstoffbilanzierung

Eine zentrale Aufgabe der Wasserversorger ist es, die Rückstande von Nitratdünger im Grundwasser gering zu halten. Die herkömmliche, stichprobenartige Nmin-Methode, die den Anteil von mineralisiertem Stickstoff im Boden misst, ist aber nur wenig zuverlässig und erlaubt keine Prognosen.

Das Projekt verglich deshalb die Nmin-Methode mit der so genannten Hoftorbilanz. Sie erfasst für ein Wirtschaftsjahr viel wie Nitrat-Input als Dünger auf die Felder gelangt oder den Betrieb als Nitrat-Output, gebunden in den Erzeugnissen, wieder verlässt. Ziel war es, ein Bewertungssystem zu definieren, das die Landwirte für ein einzelnes Flurstück leicht anwenden können. Dazu untersuchte Badevona Höfe in zwei Gebieten in der schwäbischen Alb und am südlichen Oberrhein. Für diese Betriebe simulierten Experten die Nitratauswaschung und verglichen die errechneten Werte mit den tatsächlich gemessenen. Die Flächenbilanzierung anhand der Hoftorbilanz erwies sich als aussagekräftig für die Nitratkonzentration im Boden. Während der Projektlaufzeit änderte sich jedoch die Rechtslage, die neue Schutzgebiets- und Ausgleichs-Verordnung (SchALVO) lässt die Hoftorbilanz nicht als Bilanzmethode zu.

Projektdaten

Projektnummer 2003-08
Projektart Forschung und Studien
Projektträger badenova AG & Co. KG
Laufzeit März 2003 bis Dezember 2005
Zuschuss 118.707

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

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Unsichtbaren Stromverbrauch erkennen

Die Städte Lörrach und Weil am Rhein versuchen schon seit längerem, den städtischen Energieverbrauch zu reduzieren und haben dafür beispielsweise in effizientere Heiz- und Leuchtsysteme investiert. Entgegen aller Erwartungen jedoch, ist der Stromverbrauch in den letzten Jahren weiter gestiegen. Die Ursachen hierfür sind mit herkömmlichen Methoden nur schwer zu finden. In den meisten Gebäuden gibt es nur einen einzelnen Stromzähler. Wie viel Strom beispielsweise Kleingeräte wie Computer, Kaffeemaschinen oder Drucker verbrauchen lässt sich nicht feststellen. Gerade um diese Kleingeräte und andere verstecke Verbräuche geht es den Verantwortlichen in Lörrach und Weil am Rhein. An zwei Beispielgebäuden messen die beiden Städte den tatsächlichen Stromverbrauch. Dazu erfassen Experten in einem ersten Schritt alle Geräte, deren Alter und Energieeffizenz und befragen Mitarbeiter, wie sie diese benutzen. Für ein Jahr erfassen in der Folge intelligente, durch ein Softwaresystem verbundene Strommessgeräte, welche Geräte und Gerätegruppen wann wie viel Energie verbrauchen und wie hoch ihr Anteil am Gesamtverbrauch ist. Aus diesen Daten entsteht anschließend eine Strategie, um den Stromverbrauch zu reduzieren. Zeitschaltprogramme sorgen dafür, dass Drucker oder Kaffeeautomaten nicht unnötig in Betrieb sind. Denselben Zweck erfüllt ein sogenannter Standby-Killer, der verhindert, dass Geräte unnötig in diesem Betriebsmodus verbleiben. Die Mitarbeiter lernen in Schulungen, wie sie Computer oder Drucker energieeffizienter einsetzten können und welche Geräte möglicherweise nur einmal pro Abteilung oder Stockwerk notwendig sind. Am Ende steht ein Verfahren, das eingesetzt in anderen kommunalen Gebäuden dazu beitragen kann, dass Städte und Gemeinden ihren Strombedarf senken können und die Entwicklung eines realistischeren Standards über den tatsächlichen Verbrauch in Bürogebäuden.

Wärmeträgerfluide in der Geothermie: Exemplarische Gefährdungsabschätzung
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Wärmeträgerflüssigkeiten in der Geothermie

Geothermie – die Nutzung der im Erdreich vorhandenen Wärme - wird immer beliebter. 17.000 Erdwärmesonden liefern momentan allein in Baden-Württemberg Heizenergie, wobei der Oberrheingraben für diese alternative Energieform besonders geeignet ist. Um die Wärme aus dem Untergrund zu transportieren, verwenden geothermische Anlagen Wärmeträgerflüssigkeiten, sogenannte Fluide. Wie genau diese Fluide zusammengesetzt sind, ob sie umweltverträglich sind oder möglicherweise das Grundwasser gefährden, ist jedoch noch weitgehend ungeklärt. Dieser Fragestellung ging deshalb ein Projektteam aus badenova-Fachleuten und Experten des Technologiezentrums Wasser (TZW) Karlsruhe nach. Bekannt ist die Hauptsubstanz der Fluide: Es handelt sich in der Regel um Ethylen- oder Propylenglykol, zwei Alkoholen, die biologisch abbaubar und wenig toxisch sind. Die genaue Zusammensetzung der Trägerflüssigkeiten, also welche Zusatz, Duft- oder Farbstoffe enthalten sind, ist aber Betriebsgeheimnis der Hersteller. Die Wissenschaftler des TZW analysierten daher in einem ersten Schritt, welche Substanzen in einer Reihe handelsüblicher Fluide überhaupt enthalten sind. Anschließend untersuchten sie, wie gut die Trägerflüssigkeiten abbaubar sind, und ob die einzelnen Bestandteile oder deren Abbauprodukte im Grundwasser giftig wirken. In diesem Fall konnten die Forscher alternative Substanzen vorschlagen Die Ergebnisse floßen in ein Positionspapier „Erdwärmenutzung in Trinkwassereinzugsgebieten“ ein und trugen dazu bei, geothermische Verfahren zu optimieren und das Grundwasser zu schützen.