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Innovative Heiz- und Lüfttechnologie am Kant Gymnasium Weil am Rhein

Ein Lüftungs-Erdwärmetauscher sorgt in den neuen Klassenräumen und der Sporthalle des Weiler Kant Gymnasiums für ein angenehmes Raumklima. Bevor die Luft ins Lüftungssystem gelangt, leitet der Wärmetauscher sie durch Rohre im Boden, um sie im Sommer zu kühlen. Im Winter trägt die im Erdreich gespeicherte Wärme dazu bei, die Luft auf Heizniveau aufzuwärmen.

Als Schule mit langer naturwissenschaftlicher Tradition bezog das Kant Gymnasium ihre Schüler von Anfang an in das Projekt ein. Anhand des Wärmetauschers und den bereits vorhandenen Solarenenergiemodulen können die Schüler an konkreten Praxisbeispielen lernen, wie regenerative Energietechnologie funktioniert.. Die Schüler werteten die Daten der computergesteuerten Überwachung aus und präsentierten sie auf der Homepage des Gymnasiums.

Das Kant Gymnasium trägt beispielhaft dazu bei, das Klima zu schützen und gleichzeitig den Schülern zu vermitteln, wie man durch innovative, klimafreundliche Technik Ressourcen schont.

Projektdaten

Projektnummer 2004-17
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Stadt Weil am Rhein
Laufzeit Juni 2004 bis Juni 2006
Zuschuss 16.400

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Einrichtung und Betrieb eines Gründerzentrums Oberrhein für Nachhaltigkeit und Mikrosystemtechnik in Breisach
Breisach

Ein Gründerzentrum Nachhaltigkeit und Mikrosystemtechnik für Südbaden

In der Region Südbaden gibt es bereits ein dichtes Netzwerk an Universitäten, Forschungseinrichtungen, Unternehmen, und Vereinen, die sich mit den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit beschäftigen. Für potentielle Unternehmer ist aber trotzdem oft schwer, Hilfe, Rat und Unterstützung zu erhalten, um innovative Ideen in marktreife Produkte umzusetzen und erfolgreich Unternehmen zu gründen. Die Stadt Breisach etablierte deshalb das Gründerzentrum Oberrhein für Nachhaltigkeit und Mikrosystemtechnik, das Neuunternehmer durch Patentanmeldung, Suchen nach Partnern und Geschäftsmodellen, Marktstudien bis hin zur Unternehmensgründung begleitet. Im ersten Projektschritt erstellten die Partner eine Geschäftsstrategie, um das Zentrum auch nach der Anschubfinanzierung wirtschaftlich und ohne zusätzliche Förderung betreiben zu können. Dabei entstanden Konzepte, wie die Räumlichkeiten als Coworking-Spaces und für Veranstaltungen, Events und Workshops zur Verfügung zu stellen, sowie Dienstleitungen oder Kurse, die das Gründerzentrum selbst oder mit Zunahme des bereits entstandenen Netzwerks, aus Beratern, Experten und Mentoren. Das zentral in der Nähe des Bahnhofes liegende Gebäude beherbergt einen Start-Up-Accelerator, dessen Angebote sich in erster Linie an potentielle Unternehmer aus Universitäten, Forschungseinrichtungen und Firmen richtet, die zu Finanzierung, Gesellschaftsgründung und Personalentwicklung geschult werden. Zudem betreut der Accelerator bis zu fünf Jahre junge Unternehmen, welche die Gründungsphase bereits hinter sich haben und sich nun auf dem Markt etablieren wollen. Dabei werden die Themenfelder Energy & Cleantech, Smart City & Industry sowie Life Science & Healthcare angesprochen. Die Konzeptentwicklungsphase ist ein sehr wichtiger Abschnitt bei der Initiierung komplexer Vorhaben. Mit Hilfe der großzügigen Förderung durch den Innovationsfonds konnte ein umfangreiches Konzept entwickelt werden und schlussendlich ein erfolgreiches Gründerzentrum in Breisach entstehen. Proof of Concept - Die Idee eines Gründerzentrums in Breisach bewies eindrücklich ihren Wert. In den ersten Jahren nach der Gründung des badenCampus wurden die Angebote (z.B. Start-up Accelerator) vielseitig durch Gründerteams oder mittelständische Unternehmen nachgefragt. Die Nachfrage nach CoWorking Plätzen ist in der ländlichen Region Breisach geringer als erwartet. Um das Raumangebot dennoch effizient zu nutzen, ist ein höherer Marketing- und Vertriebsaufwand nötig.

Öko-Institut im Sonnenschiff
Freiburg

Innovativer Neubau des Ökoinstituts

Obwohl Passivhäuser bei den Wohngebäuden mittlerweile etabliert sind, sind sie für Bürogebäude noch kein Standard. Dass diese energiesparende Bauweise auch dort möglich ist, zeigt das neue Ökoinstitut im Freiburger Sonnenschiff. Als erstes Freiburger Plusenergiegebäude produziert es sogar mehr Energie als es benötigt. Das vom Freiburger Architekten Rolf Disch entworfene Gebäude ist damit Aushängeschild des Ökoinstituts, das seit mehr als dreißig Jahren im Umweltschutzbereich forscht und berät. Als Teil des Sonnenschiffes in der Solarsiedlung beeindruckt der sechsstöckige Institutssitz mit einer innovativen Lüftungsanlage. Ohne dass Wärme verloren geht, versorgen spezielle, farbig verkleidete Lüftungsklappen in der Fassade die Räume mit Frischluft. Ein Wärmetauscher, das Lüften während der Nacht und das Verschatten im Sommer sorgen für die richtige Temperatur. Auch die Fassaden sind dem Standard voraus: Während die Wände von Passivhäusern normalerweise mit einer 20 bis 30 cm dicken Schicht konventioneller Dämmstoffe ausgestattet sind, hat das Ökoinstitut hocheffiziente Stahl-Vakuum-Panelle, die nur fünf cm messen. Der Neubau zeigt, dass umweltfreundliches Bauen auch bei Bürogebäuden längst keine Einschränkungen mehr mit sich bringt. Mit hochwertigen Ökobaustoffen, natürlichem Licht und angenehmem Raumklima erhöht es den Komfort sogar. Dementsprechend groß ist das Interesse von Wirtschaft, Medien, Politik und selbst ausländischen Besuchergruppen. Unter anderem mit Führungen und einem Tag der offenen Tür informiert das Institut ausführlich über sein Konzept, das leicht auf andere Bürogebäude übertragbar ist.

baum20g - Stärkung der Resilienz von Stadtbaumen im Zeichen des Klimawandels durch ein integriertes und vernetztes urbanes Baumquartiers- und Wassermanagement für Offenburg
Offenburg

baum2Og - Wassermanagement für Stadtbäume

Um die aus zahlreichen Gründen vorteilhaften Stadtbäume zu schützen, will die Stadt Offenburg mit diesem Projekt ein vernetztes Wassermanagement sowie Messinstrumente für eine optimale Bewässerung etablieren. Gleichzeitig sollen bewusst Baumarten für die Stadtbegrünung ausgewählt werden, die dem sich verändernden Klima gewachsen sind. Eine der größten Herausforderungen, denen Stadtbäume aktuell ausgesetzt sind, ist der Klimawandel. Gerade die letzten drei Sommerperioden haben gezeigt, dass es tendenziell immer wärmer und trockener wird. Die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge wird zunehmend durch lokale Extremereignisse beeinflusst. Hierdurch werden Stadtbäume besonders belastet. Die innerstädtischen Standortbedingungen sind aufgrund von Wärmespeicherung und -abstrahlung durch Gebäude und versiegelte Flächen sowie aufgrund von Nutzungsdruck und Verkehrsbelastung ungleich schwieriger als in freier Natur. Zusätzlich beeinträchtigen verschiedene Erkrankungen ein nachhaltiges und gesundes Wachstum der Bäume. Stadtbäume haben viele wichtige Funktionen: sie verbessern die Luftqualität und spenden Schatten, wodurch sie für ein angenehmeres Klima in der Stadt sorgen. Außerdem bieten Stadtbäume Lebensraum für zahlreiche Tiere und tragen somit zum Erhalt der Biodiversität bei. Ein System für eine resiliente Stadtbaumbepflanzung, die den Herausforderungen des Klimawandels gewachsen ist und in ihrer Struktur auch vor temporär auftretenden Krankheiten und Schädlingen gefeit ist, wird somit immer wichtiger. Das Projekt baum2Og verfolgt deshalb zum einen das Ziel, durch ein integriertes und vernetztes (Regen-) Wassermanagement eine Grundlage zur zukünftigen Sicherung der städtischen Grünräume und Bäume zu erreichen. Nach dem Prinzip der Schwammstadt soll die Verknüpfung von Stadtgrün als urbaner grüner Infrastruktur mit dem urbanen Wasserhaushalt erfolgen. Dazu soll das auf versiegelten Flächen des Straßenraums oder Dachflächen öffentlicher wie privater Gebäude anfallende Niederschlagswasser in angrenzenden Grünräumen genutzt werden. Auf diese Weise soll Wasser so lange wie möglich im Stadtraum gehalten und nutzbar gemacht werden. Das stetige Bevölkerungswachstum erfordert bauliche Nachverdichtung. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an urbane Freiräume, inklusive der Förderung von Biodiversität. In diesem Spannungsfeld gilt es, die genannte „Wasserstrategie“ zu implementieren. Dies kann nur gelingen, wenn die drei infrastrukturellen Aspekte Bauwerke, Regenwassersystem und Grünanlagen integriert und ganzheitlich betrachtet werden. Ferner bedarf es einer Vernetzung, indem bei der Anlage neuer oder der Sanierung bestehender Baumquartiere Messinstrumente installiert werden, die über Sensoren Temperatur und Feuchtigkeit in verschiedenen Schichten erfassen und digital an eine Leitstelle (technische Betriebe) übermitteln. Hierdurch sollen die nötigen Bewässerungsgänge optimiert und dauerhaft Ressourcen wie Finanzmittel und Wasser eingespart werden. Ein weiteres Ziel besteht in einer Steigerung der Anpassungsfähigkeit der Stadtbäume an die neuen Herausforderungen. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist hierbei die Auswahl von Bäumen, die mit verlängerten Hitze- und Trockenperioden zurechtkommen. Gerade hier in der Region des Oberrheins können wir uns heute jedoch leider nicht mehr auf ortstypische Arten beschränken, sondern müssen verstärkt klimaresistente Arten aus südlicheren Regionen pflanzen.