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Masterplan Energieeffiziente Stadt

Mit dem Klimaschutzkonzept von 2007 hat sich Freiburg ehrgeizige Ziele gesetzt. Bis 2030 will die Stadt ihre CO2-Emissionen um 40 Prozent senken. Ein wichtiges Planungsinstrument auf dem Weg dahin ist der MasterPlan energieeffiziente Stadt. Gemeinsam mit badenova, dem Fraunhofer Institut für solare Energiesysteme (ISE) und dem Zentrum für Erneuerbare Energien (ZEE) der Universität Freiburg erstellte die Stadt ein umfassendes Konzept für eine effiziente Energieversorgung.

Am Anfang des Projektes standen Fragen: Wie kann Freiburg energieeffizienter werden? Wie viel Wärme oder Strom brauchen die Freiburger jetzt und in Zukunft? Wo und mit welchen Technologien, Planungsinstrumenten und Synergieeffekten kann man Energie sparen?

Kern des Projektes ist ein Energiekataster, eine Art Stadtplan für den Energieverbrauch. Aufbauend auf der bestehenden Geodateninfrastruktur (GDI) Freiburg und neuen Erhebungen erstellt das Umweltschutzamt ein geographisches Informationssystem (GIS) Es soll die Siedlungs- und Versorgungsstruktur darstellen und detailliert aufzeigen, wer wo welche Energie verbraucht. Dieser Datensatz erleichtert den Stadtplanern in Zukunft die Arbeit.

Das Energiekataster ist Teil des Gesamtkonzeptes, mit dem die Stadt überprüft, wie wirtschaftlich und ökologisch verschiedene Lösungsansätze sind. Das Ziel der Verantwortlichen ist, dass Freiburg nachhaltig wächst und verantwortungsvoll mit Ressourcen umgeht. Um das Potential des Masterplans voll auszuschöpfen, bezieht das Umweltschutzamt alle Akteure – Bauwirtschaft und Industrie, Mieter und Hausbesitzer – mit ein und informiert die Bürger umfangreich.

Das Endergebnis Masterplan kann in Zukunft auch anderen Städten und Kommunen als Orientierungshilfe dienen.

Projektdaten

Projektnummer 2010-09
Projektart Forschung und Studien
Projektträger Stadt Freiburg
Laufzeit Januar 2010 bis Dezember 2012
Zuschuss 186.500

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

PV-Wechselrichter für Mini-PV-Anlagen
Freiburg

PV-Anlagen für die Steckdose

Normal große Solarstromanlagen (PV-Anlagen) bestehen aus mehreren technischen Komponenten, die eine funktionale Einheit bilden. Dazu gehören die meist mehrere Quadratmeter großen Solarmodule, die auf den Dächern oder als Freiflächenanlagen installiert werden, ein oder mehrere Wechselrichter, die den erzeugten Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom umwandeln, die Installationsvorrichtung einschließlich Einspeisungszähler und die Kabelverbindungen zwischen Modulen, Wechselrichtern und der Einspeisestelle. Was eine herkömmliche Solarstromanlage in Groß ist, versucht man bei einer Mini-Anlage in Klein zu realisieren. Es handelt sich dabei um eine kleine, einfache(re) Ausgabe großer Solaranlagen mit ein bis zwei Solarmodulen. Anders als für die großen Anlagen braucht man für diese Anlagen nicht unbedingt ein Solardach, sondern kann sie im Garten, auf der Terrasse, auf dem Balkon, an der Fassade, auf einem Carport oder Garagendach installieren. Installation und Inbetriebnahme der Mini-Anlagen soll besonders einfach sein, wobei die Mini-PV-Anlagen in der Regel nur zur Einspeisung ins Hausstromnetz oder eine kleinere Batterie konzipiert sind. Dazu ist der Wechselrichter der Mini-Anlage meist herstellerseitig integriert, so dass die Anlage darüber direkt an das 230-Volt-Stromnetz der Hausinstallation angeschlossen und der Solarstrom ins Haushaltsstromnetz eingespeist und dort verbraucht werden kann. Das Projekt soll die technische Realisierbarkeit von Mini-PV-Systemen in der Region demonstrieren. Dabei stehen die Handhabung, die Einsatzmöglichkeiten und die wirtschaftliche Seite der Nutzung von Mini-PV im Fokus. Darüber hinaus sollen Handlungsempfehlungen für die vom Anlagenbetrieb Betroffenen Akteure (Anlagenverkäufer, Netzbetreiber, Vermieter, Feuerwehr, …) erarbeitet werden. Dazu werden im Projekt Anwendungsgebiete gesucht, in denen ein Mini-PV-System beispielgebend installiert wird. Anhand dessen sollen neben einer öffentlichkeitswirksamen Berichterstattung und Maßnahmen zur Aufklärung der interessierten Öffentlichkeit und relevanter Stakeholder, auch mögliche Geschäftsmodelle für die badenova im Hinblick auf Mini-PV geprüft werden, um eine weitere, aber sichere Verbreitung der Mini-Anlagen zu ermöglichen. Die beispielhaften, unterschiedlichen Anwendungsgebiete (geplant sind eine Aufstellung im Garten, eine Nutzung auf einem Carport oder einer Gartenscheune, eine Montage an einem Südbalkon im Mehrfamilien-Mietshauses, eine Nutzung in einer öffentlichen Einrichtung/Schule, eine Installation in einem Außengebäude der badenova sowie weitere in unterschiedlichen Mietswohnungen) dienen als Testfälle, bei denen auf der einen Seite alle technisch notwendigen Komponenten installiert, sowie dokumentiert werden und auf der anderen Seite überprüft wird, ob sich diese Komponenten gemäß der Spezifikation verhalten. Zusätzlich dazu wird ein mobiles Mini-PV-System zu Demonstrations- und Aufklärungszwecken aufgebaut. Ziel des Vorhabens ist es somit, die Rahmenbedingungen für eine effiziente, reibungsfreie Skalierung der Balkonsolaranlagen zu erörtern und maßgeblich zu unterstützen. Neben der funktionierenden technischen Lösung, gilt es die Prozesse zu optimieren, die Schwachstellen transparent zu machen und Potenziale aufzuzeigen. Denn nur wenn der gesamte Prozess von der Idee einer eigenen Mini PV Anlage über Kauf, Anmeldung, elektrischer Montage, baulicher Anbringung und Inbetriebnahme möglichst reibungsfrei funktioniert, kann die Technologie das volle Potenzial entfalten. Kaum eine andere Lösung befähigt eine so breite Nutzergruppe ökologisch aktiv in der Energiezeugung mitzuwirken, Strom direkt vor Ort zu erzeugen und so einen Beitrag für eine ökologische Energieerzeugung zu leisten. Das Projekt liefert durch den gewählten breiten Ansatz und der schon während dem Projekt geplanten Öffentlichkeitsarbeit kontinuierlich Ergebnisse, welche neben den veröffentlichten Zwischenberichten auch auf weiteren Seiten Informationen rund um die Balkon PV Anlagen liefert. Wie einfach sich eine Balkonsolaranlage anzumelden ist, erklärt Energiepionier Hannes Fugmann anschaulich im Videobeitrag - Balkonsolaranmeldung kurz erklärt! Weiterführende Informationen finden sich unter anderem auf: bnNETZE - Informationen zu der Anmeldung von Balkonsolaranlagen beim regionalen Netzbetreiber. balkon.solar Informationen zu Anschaffungskosten und Installation pvplug.de Übersicht und Bewertung unterschiedlicher am Markt erhältlicher Anlagen