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Null Energieverbrauch im neuen Wohnheim

Nullenergiegebäude, die rein rechnerisch ohne Energie von außen auskommen, gibt es schon einige. Ein Wohnheim mit Werkstatt nach diesem Standard sollte jetzt erstmals in Heitersheim entstehen. Der Neubau für 30 Bewohner auf 2700 Quadratmetern sollte gegenüber konventionellen Gebäuden 64 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Das wollte die Stadt erreichen, indem sie das Gebäude besonders effizient dämmt und gleichzeitig mit einer modernen Lüftungsanlage für ein angenehmes Raumklima sorgt. Beim Lüften hätte sie zusätzlich Wärme aus der Abluft gewonnen, so dass sich der Energieverbrauch nochmals reduziert. Ein erdgasbetriebenes BHKW in Kombination mit einem Brennwertkessel sollte die Gebäude mit Wärme versorgen.

Das Projekt konnte leider nicht im geplanten Umfang ausgeführt werden, da sich die Förderkonditionen der EU geändert haben, wie der Stellungnahme (PDF, 391KB) (PDF 400,9 kB) der Stadt Heitersheim zu entnehmen ist. Das Energiekonzept (PDF, 491KB) (PDF 503,7 kB)

Projektdaten

Projektnummer 2009-17
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Gde. Heitersheim
Laufzeit Januar 2009 bis April 2011
Zuschuss 35.169

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Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Einrichten einer automatisierten Datenübertragung für die Datenerfassung der Verbrauchsdaten der Gebäudeenergieverbräuche im kommunalen Energiemanagemen
Offenburg

Automatisierte Datenübertragung für kommunale Gebäude in Offenburg

Die Stadt Offenburg bemüht sich schon seit etlichen Jahren, den Energieverbrauch der öffentlichen Gebäude zu senken. Unter anderem verwirklichte sie ein automatisiertes Gebäudeleitsystem und innovative Klimatisierung für die städtischen Schulen. Zu einer nachhaltigen Verwaltung der städtischen Gebäude gehört auch ein realitätsnahes Monitoring der Verbräuche, ein Unterfangen das die Stadt bei mehr als hundert öffentlichen Liegenschaften vor Herausforderungen stellt. Bisher verließ sich die Verwaltung dabei vor allem auf die Hausmeister, die ein oder mehrmals jährlich Wasser- und Stromverbrauch ablasen. Für ein effektives Monitoring sind diese Werte jedoch zu wenig, zumal neuere Anlagen wie BHKWs, Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen oder Holzpelletkessel eine engmaschigere Überwachung verlangen. Ein Pilotprojekt automatisiert nun die Datenübertragung zunächst an zehn, dann an hundert öffentlichen Einrichtungen. Dafür installiert die Stadt in diesen Gebäuden Fernausleser, die via Internet in ein intelligentes Energiemanagementsystem integriert sind. Dafür nutzen die Mitarbeiter sogenannte smarte Zähler, die bereits in zahlreichen Stromnetzen in Gebrauch sind. Indem sie weitere Zähler in dieses System einbinden, bauen die Mitarbeiter ein kostengünstiges Überwachungssystem auf. So kann die Stadt den Energie- oder Wasserverbrauch für die einzelnen Gebäude zentral überwachen, Probleme frühzeitig erkennen und beheben. Auch der Gesamtverbrauch aller öffentlichen Liegenschaften ist so jederzeit abrufbar. Langfristig ermöglicht das automatisierte System, Energie zu sparen und die kommunalen Gebäude nachhaltiger und kostengünstiger betreiben. Die Stadt veröffentlicht anschließend ihre Ergebnisse und stellt ihre Erfahrungen anderen Kommunen zur Verfügung. Aktuelle Informationen zum Projektstand können Sie dem Zwischenbericht entnehmen.

Einrichtung und Betrieb eines Gründerzentrums Oberrhein für Nachhaltigkeit und Mikrosystemtechnik in Breisach
Breisach

Ein Gründerzentrum Nachhaltigkeit und Mikrosystemtechnik für Südbaden

In der Region Südbaden gibt es bereits ein dichtes Netzwerk an Universitäten, Forschungseinrichtungen, Unternehmen, und Vereinen, die sich mit den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit beschäftigen. Für potentielle Unternehmer ist aber trotzdem oft schwer, Hilfe, Rat und Unterstützung zu erhalten, um innovative Ideen in marktreife Produkte umzusetzen und erfolgreich Unternehmen zu gründen. Die Stadt Breisach etablierte deshalb das Gründerzentrum Oberrhein für Nachhaltigkeit und Mikrosystemtechnik, das Neuunternehmer durch Patentanmeldung, Suchen nach Partnern und Geschäftsmodellen, Marktstudien bis hin zur Unternehmensgründung begleitet. Im ersten Projektschritt erstellten die Partner eine Geschäftsstrategie, um das Zentrum auch nach der Anschubfinanzierung wirtschaftlich und ohne zusätzliche Förderung betreiben zu können. Dabei entstanden Konzepte, wie die Räumlichkeiten als Coworking-Spaces und für Veranstaltungen, Events und Workshops zur Verfügung zu stellen, sowie Dienstleitungen oder Kurse, die das Gründerzentrum selbst oder mit Zunahme des bereits entstandenen Netzwerks, aus Beratern, Experten und Mentoren. Das zentral in der Nähe des Bahnhofes liegende Gebäude beherbergt einen Start-Up-Accelerator, dessen Angebote sich in erster Linie an potentielle Unternehmer aus Universitäten, Forschungseinrichtungen und Firmen richtet, die zu Finanzierung, Gesellschaftsgründung und Personalentwicklung geschult werden. Zudem betreut der Accelerator bis zu fünf Jahre junge Unternehmen, welche die Gründungsphase bereits hinter sich haben und sich nun auf dem Markt etablieren wollen. Dabei werden die Themenfelder Energy & Cleantech, Smart City & Industry sowie Life Science & Healthcare angesprochen. Die Konzeptentwicklungsphase ist ein sehr wichtiger Abschnitt bei der Initiierung komplexer Vorhaben. Mit Hilfe der großzügigen Förderung durch den Innovationsfonds konnte ein umfangreiches Konzept entwickelt werden und schlussendlich ein erfolgreiches Gründerzentrum in Breisach entstehen. Proof of Concept - Die Idee eines Gründerzentrums in Breisach bewies eindrücklich ihren Wert. In den ersten Jahren nach der Gründung des badenCampus wurden die Angebote (z.B. Start-up Accelerator) vielseitig durch Gründerteams oder mittelständische Unternehmen nachgefragt. Die Nachfrage nach CoWorking Plätzen ist in der ländlichen Region Breisach geringer als erwartet. Um das Raumangebot dennoch effizient zu nutzen, ist ein höherer Marketing- und Vertriebsaufwand nötig.

Erste Null-Energie-Käserei in Baden-Württemberg
Teningen

Erste Null-Energie-Käserei in Baden-Württemberg

Bei der Produktion von Käse und Quark entstehen große Mengen an Molke. Sie eignet sich nur bedingt als Lebens- und Futtermittel, weshalb die Molkereien sie oft teuer entsorgen müssen. Dass Molke aber energetisch wertvolle Biomasse ist, zeigte bereits 2003 ein Innovationsfondsprojekt bei der Breisgaumilch GmbH in Freiburg. Dort vergärte eine Pilotanlage die Molke zu Biogas mit einem überdurchschnittlichen Methangehalt von 65 Prozent. Weil sich die Anlage unter den damaligen Umständen als noch nicht wirtschaftlich erwies, führte Breisgaumilch das Projekt nach Ende der Laufzeit jedoch nicht fort. Auf die Ergebnisse baute nun die Hofkäserei Monte Ziego in Teningen auf: Der Biobetrieb plante die erste Nullenergiekäserei Deutschlands, will also ausschließlich mit nachhaltig auf dem Betriebsgelände erzeugter Energie auskommen. Eine Molkerei im Nullenergiestandard zu errichten ist besonders ehrgeizig: Konventionelle Käsereien benötigen viel Energie, weil sie Milch und Endprodukte sowohl kühlen müssen als auch Wärme benötigen, um Käse herzustellen. Monte Ziego setzt deshalb nicht nur auf Molkevergasung. Der Bau der Produktionsstätten folgt den neuesten Standards und nutzt systematisch alle vorhandenen Energiepotentiale aus. In Teningen entsteht so erstmals in Deutschland eine Biogasanlage, in der ausschließlich Molke zum Einsatz kommt. Ein Blockheizkraftwerk verbrennt das Biogas und erzeugt Strom und Wärme. Wenn die Ziegen im Winter weniger Milch geben, können die Betreiber entweder Molke aus anderen Molkereien zukaufen oder das BHKW mit Bioerdgas befeuern. Kälte gewinnt eine klimafreundliche Absorptionskältemaschine. Die neue Käserei verfügt damit über eine vorbildliche Produktionskette, die von der Bioziegenmilch aus dem Schwarzwald bis zum energiesparend erzeugten, handwerklich gefertigten Käse reicht. Gerade bei den Biolebensmitteln, wo sich Kunden und Hersteller besonders stark an nachhaltigen Kriterien orientieren, setzt Monte Ziegos Nullenergiekäserei neue Standards.