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Stadt Freiburg fördert Wärmedämmung

Schlecht isolierte Gebäude zu sanieren – so dass Freiburger Energiekonzept von 1996 – brächte der Stadt eine immense Energieersparnis. Um ihre Bürger dabei zu unterstützen, ihre Häuser besser zu dämmen, legte Freiburg deshalb ein eigenes Förderprogramm „Wärmeschutz im Altbau“ auf. Mit einer Gesamtsumme von einer halben Million Euro erprobte die Stadt in einer einjährigen Pilotphase von Juni 2002 bis Mai 2003 Auswahlkriterien für ihr Programm. Dazu gehörte eine umfassende Energiesparberatung, außerdem mussten die verwendeten Baustoffe umwelt- und gesundheitsfreundlich sein und die Gebäude aus der Zeit vor der ersten Wärmeschutzverordnung von 1984 stammen.

152 Anträge für alle Gebäudetypen erhielt die Stadt, wovon sie 98 bewilligte und 40 nicht mehr berücksichtigen konnte, weil die Mittel ausgeschöpft waren. Bei einer Förderquote von 10-15 % erhielt eine Wohnung maximal 2.500 Euro, ein Gebäude 10.000, wobei das Projekt innovative Heiztechniken zusätzlich unterstützte.

Bei mehr als der Hälfte der Anträge motivierte die Förderung sogar zu zusätzlichen Sanierungsmaßnahmen. Damit hat das Programm auch sein zweites Ziel erreicht: Mit den ausgelösten Investitionen von über vier Millionen Euro unterstützte es auch das örtliche Handwerk. Deshalb beschloss der Gemeinderat „Wärmeschutz im Altbau“ fortzusetzen.

Projektdaten

Projektnummer 2001-06
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Stadt Freiburg
Laufzeit Juni 2002 bis Mai 2003
Zuschuss 250.000

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Aero Ball – Von der Entwicklung des Blähofens bis hin zur Systemprüfung mit Ziegelsteinen und Aero-Ball-Putzen für die Anforderungen der kommenden Wärmeschutzverordnungen 2018
Müllheim

Ökologisches Dämmen mit Aero Balls-Leichtgranulat

Moderne Dämmmaterialien sollen hochisolierend, schwer entflammbar, nachhaltig und umweltfreundlich zu entsorgen sein. Das Leichgranulat Aero Ball der Firma ADT Aero Dämm Technik erfüllt diese Kriterien. Aero Ball werden aus Perliten, einem Vulkangestein, in einem Blähofen hergestellt, wo sich das Ursprungsgranulat bei großer Hitze und unter Dampfzugabe auf ein bis zu 20-fach größeres Volumen ausdehnt. Anders als herkömmliche Perlite – die man beispielsweise als Katzenstreu kennt – sind die geschlossenzelligen Aero Ball bruchfest, staubarm, transportstabil und nehmen kein Wasser auf. Auch sind sie besonders leicht, was die Transportkosten senkt und die Arbeit am Bau vereinfacht. Das Projekt zielte unter anderem darauf ab, den Blähofen weiterzuentwickeln und energieeffizienter zu machen. Dafür baute die ADT bei einem namhaften deutschen Ziegelhersteller eine Blähanlage und entwickelt dort ein Produkt, inklusive neuartiger Verfülltechnik, das der neuen Wärmeschutzverordnung von 2018 entspricht. Die Projektpartner testeten unter anderem verschiedene Ausgangsmaterialien für die Verblähung und verbesserten die Schüttdichte. Herkömmliche, mit Holzwolle, Styropor oder Glasfasern verfüllte Ziegel müssen chemisch gegen Schimmel- und Fäulnisbefall behandelt werden und gehören deshalb nach dem Abriss auf den Sondermüll. Wegen ihrer mineralischen Struktur ist dies bei mit Aero Ball befüllte Ziegeln nicht mehr nötig, sie sind umweltverträglich abbaubar. Gleichzeitig entwickelte die ADT in Zusammenarbeit mit Putz-und Ziegelherstellern verschiedene mineralische Dämmputze, die möglichst leicht, formstabil und wärmedämmend sein sollen. Beide Produkte sind integriert in ein Gesamtkonzept von der Herstellung über die Lagerung, Befüllung und den Transport bis hin zur Anwendung. Das Projekt und die Idee von Herr Martin Maier wurde zum vollen Erfolg. Weiterführende Details zum Projekt sowie den zahlreichen Produkten der Firma ADT . Vier wesentliche Erkenntnisse: 1. Optimierung des Bläh-Prozesses der Expansionsanlage. Durch die Herstellung eines leichteren Granulates - Erreichen von besseren Dämmwerten beim gleichzeitigen Einsatz von mineralischen, nicht brennbaren und natürlichen Baustoffen. 2. Weiterentwicklung diverser Fertigprodukte (Baustoffe) auf Aero Ball Basis. Infolge dessen - Verbesserung der aktuellen logistischen Fragen sowie Erleichterung der Verarbeitbarkeit. 3. Entwicklung der ersten mit Aero Ball verfüllten Ziegel, die rein mineralisch, nachhaltig in der Entsorgung sowie nicht brennbar sind.