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Wärme aus Abwasser im Denzlinger Schwimmbad

Es war geplant, die Abwärme des Denzlinger Schwimmbades zu nutzen, um das Bad zu heizen.

Wenn genug warmes Abwasser vorhanden ist und es potentielle Wärmenutzer nahe genug am Kanal gibt, kann es sich lohnen, das Abwasser zum Heizen zu nutzen. Dabei entzieht ein Wärmetauscher im Kanal dem Wasser die Wärme.

Im Sportpark Denzlingen schienen diese Bedingungen gegeben, weshalb dort geplant war, mit der Kanalwärme das dortige Sportbad zu heizen. Wegen der geänderten Planungen zog die Gemeinde den Antrag jedoch zurück.

Projektdaten

Projektnummer 2004-07
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Gemeinde Denzlingen
Laufzeit zurückgezogen
Zuschuss -

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Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Öko-Institut im Sonnenschiff
Freiburg

Innovativer Neubau des Ökoinstituts

Obwohl Passivhäuser bei den Wohngebäuden mittlerweile etabliert sind, sind sie für Bürogebäude noch kein Standard. Dass diese energiesparende Bauweise auch dort möglich ist, zeigt das neue Ökoinstitut im Freiburger Sonnenschiff. Als erstes Freiburger Plusenergiegebäude produziert es sogar mehr Energie als es benötigt. Das vom Freiburger Architekten Rolf Disch entworfene Gebäude ist damit Aushängeschild des Ökoinstituts, das seit mehr als dreißig Jahren im Umweltschutzbereich forscht und berät. Als Teil des Sonnenschiffes in der Solarsiedlung beeindruckt der sechsstöckige Institutssitz mit einer innovativen Lüftungsanlage. Ohne dass Wärme verloren geht, versorgen spezielle, farbig verkleidete Lüftungsklappen in der Fassade die Räume mit Frischluft. Ein Wärmetauscher, das Lüften während der Nacht und das Verschatten im Sommer sorgen für die richtige Temperatur. Auch die Fassaden sind dem Standard voraus: Während die Wände von Passivhäusern normalerweise mit einer 20 bis 30 cm dicken Schicht konventioneller Dämmstoffe ausgestattet sind, hat das Ökoinstitut hocheffiziente Stahl-Vakuum-Panelle, die nur fünf cm messen. Der Neubau zeigt, dass umweltfreundliches Bauen auch bei Bürogebäuden längst keine Einschränkungen mehr mit sich bringt. Mit hochwertigen Ökobaustoffen, natürlichem Licht und angenehmem Raumklima erhöht es den Komfort sogar. Dementsprechend groß ist das Interesse von Wirtschaft, Medien, Politik und selbst ausländischen Besuchergruppen. Unter anderem mit Führungen und einem Tag der offenen Tür informiert das Institut ausführlich über sein Konzept, das leicht auf andere Bürogebäude übertragbar ist.

Energiepark Hofgut Sternen
Breitnau

Energiepark für nachhaltigen Tourismus am Hofgut Sternen

Einen großen touristischen Betrieb mit 610.000 kWh Strom- und 700.000 Wärmebedarf nachhaltig und autark mit Energie zu versorgen war Ziel des Projektes des Hofguts Sternen in Breitnau zwischen Freiburg und Titisee gelegen. Mit Hotel, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und Glasbläserei bietet das Hofgut Schwarzwalderlebnisse für jährlich 12.500 Übernachtungs- und 120.000 Tagesgäste aus aller Welt. In den nächsten Jahren, kommen noch einmal 150 Betten und rund 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche hinzu. Um diesen enormen Betrieb zu versorgen kommt eine Kombination verschiedener regenerativer Energiequellen zum Einsatz. Besonders innovativ ist die Abwasserkraftanlage, gespeist aus der Kläranlage Hinterzarten, die etwa 150 Meter höher liegt als das Hofgut. Über eine Fallleitung gewinnt das gereinigte Abwasser an Geschwindigkeit und treibt eine Turbine zur Stromerzeugung an. Eine Wärmepumpe nutzt die Restwärme des warmen Abwassers und kühlt es auf eine umweltverträglichere Temperatur ab. Die so gewonnene Wärme gelangt über ein Wärmenetz zu den jeweiligen Abnehmern oder wird bei Überschuss vorübergehend zwischengespeichert. Ein Holzvergaser-BHKW, betrieben mit Holzhackschnitzeln aus der Region, erzeugt zusätzlich Strom und Wärme. Im Sommer, wenn der Wärmebedarf niedriger ist, kann eine Adsorptionskälteanlage Gästeräume und Speisekammern kühlen. Außerdem tragen eine Photovoltaikanlage und ein Wasserkraftwerk an der Ravenna zur Energieversorgung bei. Die Anlagen sind in einer „gläsernen Energiezentrale“ untergebracht, jederzeit sichtbar für Gäste, Mitarbeiter und andere Interessierte, für die es regelmäßig Führungen gibt. Mit der nachhaltigen Energiezentrale fügt sich das Hofgut Sternen ein in das Nachhaltigkeitskonzept des Bioenergiedorfes Breitnau und dient anderen Tourismusunternehmen als Vorbild. Wesentliche Erkenntnisse: •Ein zentrales Steuerungskonzept ist nötig, um die komplexen Steuerungsmechanismen der einzelnen Geräte und unterschiedlichen Lieferanten koordinieren zu können. •Das geklärte Abwasser aus der Kläranlage war über Erwarten bioaktiv, es bildeten sich schnell biologische Filme auf Wärmetauschern und Filtern. Dies muss beim weiteren Umgang mit geklärtem Wasser in Betracht gezogen werden. •Enttäuschend war die Beratung der Firma Spanner, die sich nur auf den Verkauf der Holzkraftanlage bezog, jedoch keine Konzepterfassung oder zukunftsorientere Beratung enthielt.