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Standardregler für solarbetriebene Klimaanlagen

Solargestützte Klimaanlagen sparen gegenüber Kompressionskältemaschinen etwa ein Drittel der Primärenergie ein und verwenden darüber hinaus keine klimaschädlichen Kältemittel. Technisch bereits marktreif, liegen die Kosten noch über denen herkömmlicher Kompressionskühlanlagen. Der von der Freiburger PSE GmbH in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) entwickelte Standardregler SolCoolControl soll den Preis mindern, indem er bei allen gängigen Systeme dabei hilft, Solaranlagen besser zu steuern und zu lüften.

Die Forscher verbesserten Hardwarekomponenten wie Platinen und Sensoren und testeten das Model nach Simulationen am Rechner am Teststand des ISE. Über das Internet bedienbar, verfügt die Software für den Regler über eine Programmieroberfläche, welche die Funktionen visualisiert. Außerdem erstellte PSE ein Pflichtenheft, das beispielsweise Schnittstellen zwischen Regler und System definiert.

Im Anschluss an das Projekt zeigt der neue Regler in einer Demonstrationsanlage in Griechenland, was solar gestützte Klimaanlagen inzwischen leisten.

Projektdaten

Projektnummer 2004-19
Projektart Forschung und Studien
Projektträger PSE GmbH, Freiburg
Laufzeit Juni 2004 bis Mai 2006
Zuschuss 100.000

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Sonne, Stroh & Sterne - Strohballenhaus als Schulungszentrum
Weil am Rhein

Sonne, Stroh & Sterne - Strohballenhaus als Schulungszentrum

Strohballenhäuser haben eine lange Tradition, gerieten aber in den letzten Jahrzehnten in Vergessenheit. Dabei haben Strohballen als Bau- und Dämmmaterial großes Potential. Sie sind nachhaltig in Produktion und Beseitigung, sehr feuerfest und haben hohe Dämmwerte. Deshalb erarbeitete der Verein „Stroh + Paille + Paglia“ zusammen mit der Stadt Weil am Rhein eine Machbarkeitsstudie für ein neues Seminargebäude in Strohballenbauart für das Trinationalen Umweltzentrum TRUZ, das bisher auf zwei Standorte verteilt ist. Das neue Gebäude soll auf dem Dreiländergarten, dem Gelände der Landesgartenschau Weil 1999, entstehen, und Platz für Veranstaltungen in der Umweltbildung sowie die monatlich vom TRUZ angebotene Energieberatung bieten. Die Studie vergleicht unter anderem verschiedene Gebäudeformen und Raumkonzepte, untersucht wie sich eine möglichst hohe Versorgungsautonomie, z.B. mit Solarenergie erreichen lässt, überprüft die baurechtlichen Vorgaben und erstellt einen Kostenplan. Außerdem wurde geprüft, welche nachhaltigen Baustoffe neben dem Stroh regional gewonnen werden können. Ein Öffentlichkeitskonzept für Besucher ist ebenfalls Teil der Studie. Hier helfen die Erfahrungen des Vereins „Stroh + Paille + Paglia“, in dem sich Fachleute aus Deutschland und der Schweiz für den Einsatz nachhaltiger Baumaterialien wie Strohballen engagieren. Bisher gibt es in Südbaden noch kein vergleichbares Haus in Strohballenbauweise. Wenn die Machbarkeitsstudie positiv ausfällt, wäre der Weg für ein solches Haus geebnet. Gleichzeitig bietet die Studie einen Erkenntnisgewinn über das geplante Seminargebäude hinaus und zeigt die Potentiale von Strohmaterialien als Dämmmaterial für kleinere Gebäude wie Einfamilienhäuser. Darstellung drei wesentlicher Erkenntnisse aus dem Projekt: 1. Die Form: Durch einen dem Standort angepassten Planungsprozess bezüglich Einfallswinkel der Sonne und Ausrichtung des Gebäudes werden die Vorteile des Heliodome-Modells optimal genutzt. Obwohl der Entwurf des Herrn Eric Wasser als absolut innovativ bezeichnet werden kann, sind wir im Stande, aus bereits gebauten Heliodomen die Sicherheit der Funktionalität des Entwurfes zu bestätigen. Somit sind wir sicher, dass das Heliodome hält, was es verspricht, was auch durch externe Berechnungen bestätigt wurde. 2 .Der Energiespeicher: Die Idee des Heliodomes benötigt für das Winterhalbjahr eine maximale Speicherkapazität für die einfallende Sonnenwärme. Hier kommen aus Strohballen gefertigte Dämmungen für die Aussenwände und gehäckseltes Stroh für die Dachdämmung ins Spiel. Die Recherchen haben ergeben, dass der Rohstoff Stroh in ausreichendem Maße regional für bis zu 400 000 EFHs pro Jahr verfügbar ist, was den Bedarf bei weitem übersteigt. Durch den Fachverband FASBA wurden in den vergangenen Jahren sämtliche erforderlichen Prüfungen und Genehmigungsverfahren für den Baustoff Stroh veranlasst, sodass der Anwendung, auch in Deutschland, nichts im Wege steht. 3. Das Signal: Auf Grund des Standortes, des geplanten Gebäudes und der trinationalen Vernetzung des TRUZ kann dieses Projekt eine maximale Bekanntheit im Dreiländereck und darüber hinaus erlangen. Auch die unmittelbare Nachbarschaft zum sog. "Hadid-Bau" wird dafür sorgen, dass viele Menschen auf dieses äußerst innovative Gebäude aufmerksam werden. Somit bleibt zu wünschen, dass das Heliodome hier seinen Platz findet, als Inspiration für eine Klimaverträgliche Wende im Bauwesen.

Innovative Konzepte zur Wassereinsparung bei Sportvereinen
Freiburg

Innovatives Wassersparen in Sportvereinen

Mit ihren Rasenflächen und sanitären Anlagen verbrauchen Sportvereine oft hohe Wassermengen. Für den Freiburger Sportverein Blau-Weiß war das Anlass, am eigenen Beispiel zu untersuchen, wie Vereine ihren Verbrauch umweltfreundlicher gestalten können. Ein eigener Brunnen kam wegen dem sinkenden Grundwasserspiegel nicht in Frage, Regenwasser hingegen bot ein großes Potential. Dazu untersuchte das Freiburger Institut für Hydrologie, wie viel Regen überhaupt auf dem Gelände anfällt und ob die Menge ausreicht, um Sportplätze oder Toiletten zu versorgen. Zwar fällt auf einer Dachfläche von etwa 1000 Quadratmetern Regen an und gelangt in eine Zisterne. Um die Spielfelder zu bewässern, reicht dies jedoch bei weitem nicht aus. Nur mehr Dachflächen und größere Zisternen könnten die über 6000 Kubikmeter, die der Verein jährlich benötigt, liefern. Da dies zu kostspielig ist, verwendet der Verein weiterhin das öffentliche Wasser. In den Sommermonaten jedoch sprengt er die Plätze nur noch einmal wöchentlich intensiv anstatt wie bisher täglich . Zu einem ähnlichen Ergebnis kam das Projekt für die sanitären Anlagen. Weil Regenwasser stärker mikrobiologisch belastet ist, eignet es sich nicht für die Duschen. Für die Toiletten würde die Menge ausreichen, allerdings wäre es finanziell nicht lohnend, die Anlagen umzurüsten. Während es sich also im Endeffekt als wenig lohnend herausstellte, Regenwasser in großem Maßstab zu nutzen, spart der Verein jetzt Wasser und Kosten durch seine modernisierten sanitären Anlagen. Sie zeigen besonders den jungen Vereinsmitgliedern, wie man verantwortungsvoll mit Ressourcen umgeht. Beispielhaft ist auch die neue Zisternenanlage, die ungebrauchtes Wasser im Boden versickert und so die Kanalisation entlastet. Mit ihrem umfassenden Ansatz hilft die Studie anderen Vereinen bei ähnlichen Entscheidungen.