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Heizungsanlage

Eine Heizungsanlage sorgt für behagliche Wärme und warmes Wasser. Neben Wärmeerzeugern, die mit fossilen Brennstoffen heizen, wie eine Öl- oder Gasheizung, gibt es mittlerweile auch umwelt- und klimafreundlichere Heizsysteme, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Diese stellen im Sinne der Energiewende die Zukunft des Heizens dar.

Die Energieeffizienz mit einer modernen Heizungsanlage steigern

In einem durchschnittlichen deutschen Haushalt nehmen Heizung und Warmwasseraufbereitung den größten Anteil am Gesamtenergieverbrauch ein und verursachen die höchsten Kosten.

Laut einer Erhebung werden 89 % der Kosten für Energie und Wasser eingesetzt. Davon 77 % für die Heizung und 12 % für die Warmwasserbereitung.

Angesichts dieser Zahlen macht es Sinn, sich über die Effizienz der eigenen Heizungsanlage Gedanken zu machen. Denn ein modernes Heizsystem kann Ihnen dabei helfen, die Heizkosten zu reduzieren und ist ein wesentlicher Schritt zu mehr Energieeffizienz in Ihrem Eigenheim.

Wann wird es Zeit, ein Heizsystem auszutauschen?

Als Richtwert gelten Heizungsanlagen mit einem Alter von etwa 15 Jahren oder mehr. Um auf Nummer sicher zu gehen, ob Ihre Anlage ausgetauscht werden sollte, müssen Sie den durchschnittlichen Jahresverbrauch der Heizung pro Quadratmeter errechnen. Bei einem Wert ab 150 Kilowattstunden pro Quadratmeter oder bei Heizkosten, die 12 Euro pro Quadratmeter übersteigen lohnt es sich, einen Austausch der Heizanlage vorzunehmen.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau fördert den Kauf klimafreundlicher Heizanlagen in Zuge einer energetischen Sanierung mit günstigen Krediten und Zuschüssen.

Klimaaktive Heizungsanlagen mit regenerativen Energiequellen

1. Heizsysteme mit thermischer Energie

Um thermische Energie in der Heizungstechnik nutzen zu können, kommt eine sogenannte Wasserheizung zum Einsatz. Diese besteht aus einem Heizkessel, der sowohl mit Gas oder Öl als auch mit erneuerbaren Energiequellen wie Holz oder Pellets betrieben werden kann. Bei der Wasserheizung wird die thermische Energie über das Heizungswasser vom Heizkessel zu den Heizflächen oder in eine Fußbodenheizung transportiert. Die Pumpen-Warmwasserheizung gilt als Standard der zentralen Heiztechnik.

2. Solarthermie Anlagen

Sonnenlicht kann nicht nur zur Stromerzeugung genutzt werden, sondern auch für die Erzeugung von Wärme für Wasser und Heizung. Unter Solarthermie versteht man die Umwandlung der Sonnenenergie in nutzbare thermische Energie. In einem durchschnittlichen Haushalt kann circa 60 % der Energie für die Warmwasseraufbereitung sowie etwa 20 % für die Heizenergie durch eine thermische Solaranlage gedeckt werden. Dazu werden für die Energiegewinnung Sonnenkollektoren, zumeist auf Dachflächen, montiert.

Moderne Heizungsanlage im Energie-Lexikon erklärt

Worauf muss man bei einer Heizungsanlage achten, um eine hohe Energieeffizienz zu erreichen?

Um ein Heizsystem ganzheitlich zu bewerten und hohe Heizkosten zu vermeiden, ist ein Heizungscheck durch einen Experten ratsam. Dabei werden folgende Parameter besonders ins Visier genommen:

  • Wärmeverlust des Heizkessels
  • Abgasverluste und Abgassystem
  • Heizungspumpe
  • Regelung von Heizkessel und Heizkörper
  • Dämmung des Rohrleitungssystems
  • Brenn- und Heizwerte

Auch mittels eines sogenannten hydraulischen Abgleichs können bestehende Heizungsanlagen optimiert und energieeffizienter betrieben werden.

Mit einer modernen Heizung sparen Sie nicht nur bares Geld und schonen die Umwelt. Eine zeitgemäße Heizungsanlage steht auch für mehr Komfort und Einfachheit bei der Bedienung und Wartung. Innovative Heizsysteme können auch von unterwegs gesteuert werden. So haben Sie es bereits behaglich warm, wenn Sie nach einem langen Tag nach Hause kommen.