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Solarheizung

Eine Solarheizung nutzt das Sonnenlicht, um Wärme zu erzeugen. Die Solarwärme kann zur Warmwasseraufbereitung genutzt werden oder um ein Heizsystem zu ergänzen und zu unterstützen. Das unterscheidet Solarheizungen von Photovoltaikanlagen. Denn PV-Anlagen nutzen die Sonnenenergie, um sie direkt in Strom umzuwandeln. Beide, sowohl Solarheizung und Photovoltaikanlagen, können jedoch als Solaranlagen bezeichnet werden. Um Verwechslungen zu vermeiden wird eine Solarheizung auch als thermische Solaranlage bezeichnet.

Wie funktioniert eine Solarheizung?

Im Wesentlichen besteht sie aus zwei Hauptkomponenten. Den Solarkollektoren sowie dem Solarspeicher. Das von den Sonnenkollektoren aufgenommene Sonnenlicht wird in Wärme umgewandelt und an die Wärmeträgerflüssigkeit abgegeben. Über einen Rohrkreis wird Wärmeflüssigkeit in den Solarspeicher gepumpt, wo sie das Wasser aufwärmt und abgekühlt wieder zu den Sonnenkollektoren zurückströmt.

In den allermeisten Fällen wird eine Solarheizung in Kombination mit einer klassischen Heizungsanlage verwendet. Eine Solarheizung kann mit fast allen Heizsystemen verbunden werden.

Wie groß soll eine thermische Solaranlage sein?

Als Faustregel für die Fläche der Sonnenkollektoren gilt 1 m² pro Person plus 1 m² pro 10 m² Wohnfläche. Für das Volumen des Speichers rechnet man mit 50 Liter pro Person sowie zusätzlichen 50 Litern pro m² Kollektorfläche.

Bei einem 4 Personen-Haushalt mit 120 m² Wohnfläche ergibt das eine Fläche von 16 m² (4 m² + 12 m²) für die Sonnenkollektoren sowie ein Volumen von 1000 Litern (200 Liter + 800 Liter) für den Solarspeicher.

Macht eine Solarheizung im Winter Sinn?

Eine thermische Solaranlage allein reicht in den Wintermonaten meist nicht aus, um das Warmwasser aufzuheizen oder den Wohnraum zu erwärmen. Dennoch gibt es in der kalten Jahreszeit genügend Sonnenschein, um ein klassisches Heizsystem bei der Warmwasseraufbereitung oder beim Heizen zu unterstützen.

Pro Quadratmeter Solarkollektoren kann im Winter je nach Sonnenscheinintensität Wärmeenergie von 100 Watt/m² bis 1000 Watt/m² aufgenommen werden.

Im Sinne der Energieeffizienz ist daher auch auf eine ausreichende Dämmung des Haues zu achten.

Mit einer wirtschaftlich genutzten Solarheizung können Sie Ihre Heizkosten um 30 bis 40 % pro Jahr senken.

Mobile Solarwärme

Eine Solarheizung muss nicht immer fix montiert sein. Kleine, tragbare Solaranlagen können auch auf dem Balkon oder der Terrasse genutzt werden. Um beispielsweise das Wasser für die Gartendusche oder das Wasser im Pool vorzuheizen. Zudem gibt es sogenannte Balkonsolaranlagen für die Stromerzeugung.

Wieviel kostet eine Solarheizung?

Je nach Hersteller können die Preise für eine thermische Solaranlage ziemlich variieren. Für ein Einfamilienhaus mit 120 m² muss man für die Kollektoren mit etwa € 4.000 sowie für den Solarspeicher mit etwa € 2.000 rechnen. Dazu kommen die Installationskosten von etwa € 2000 bis € 3.000.

Förderungen für thermische Solaranlagen

Solarthermie Fördermittel gibt es sowohl für Anlagen, die entweder nur heizen oder das Warmwasser aufbereiten als auch für kombinierte Solarheizungen.

Die solare Warmwasserbereitung wird vom BAFA mit € 500 bei einer Kollektorfläche von 3 bis 10 m² gefördert. Für kombinierte Solarheizungen können bei einer Kollektorfläche bis zu 14 m² bis zu € 2.000 Fördermittel beantragt werden. Auch die KfW fördert Solarthermie indirekt über energieeffiziente Sanierungsprogramme.

Vertiefende Informationen zur klimafreundlichen und CO2-neutralen Solarthermie finden Sie auch auf der badenova-Seite „Warmwasser von der Sonne dank Solarenergie“.